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»Respekt und Dankbarkeit gegenüber Heimatvertriebenen«

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(sha). »Die Leistung der Vertriebenen beim Wiederaufbau unseres Landes und ihr Wille zur Integration in eine neue Heimat verdienen Respekt und Dankbarkeit«, betonte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Samstag beim Volkstumsnachmittag.

(sha). »Die Leistung der Vertriebenen beim Wiederaufbau unseres Landes und ihr Wille zur Integration in eine neue Heimat verdienen Respekt und Dankbarkeit«, betonte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Samstag beim Volkstumsnachmittag. Vielfältige musikalische und tänzerische Auftritte, unter anderem von der Tanzgruppe der »Egerländer Gmoi« zu Gießen und der Jugend- und Volkstanzgruppe Lollar-Salzböden, umrahmten die vom hessischen Landesverband des Bundes der Vertriebenen (BdV) organisierte Veranstaltung im großen Saal der Stadthalle. Die Moderation hatte Ingrid Paulus, die Erste Vorsitzende der »Egerländer Gmoi«, übernommen.

In seiner mit langanhaltendem Applaus bedachten Rede lobte der Ministerpräsident die Fähigkeit der Heimatvertriebenen, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Hessen »neue Wurzeln geschlagen zu haben, ohne die eigene Heimat, die Eltern und die Traditionen zu verraten«. Es sei bewundernswert, wie die Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten Brücken in die alte Heimat, heute souveräne Staaten im Osten Mitteleuropas, bauten und sich »unermüdlich für ein gemeinsames Europa engagieren«, sagte Koch.

Die heutige Integration von Spätaussiedlern könne von der Erfahrung der Vertriebenen profitieren. Neben dem Ministerpräsidenten waren auch Staatsminister Jürgen Banzer und Landtagspräsident Norbert Kartmann, beide (CDU), Margarete Ziegler-Raschdorf, Beauftragte der hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler sowie der Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Robert Fischbach und der Stadtallendorfer Bürgermeister Manfred Vollmer (ebenfalls CDU) anwesend. Alfred Herold, Landesvorsitzender des BdV in Hessen, hatte zuvor in seinem Grußwort unterstrichen, dass »die Vertriebenen und der Hessentag zusammengehören«. Er verwies darauf, dass die »Idee eines Landesfestes mit identitätsstiftender Wirkung für Alteingesessene und Neubürger« bereits auf dem Sudetendeutschen Tag 1953 in Frankfurt/Main entstanden sei. Der hessische BdV-Vorsitzende dankte dem Ministerpräsidenten persönlich für dessen Einsatz für die Vertriebenen und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft: »Vergelt’s Gott, Roland Koch.

« Begleitet von den Blechbläsern der »Echten Böhmerländer« aus Aschaffenburg unter der Leitung von Horst Nausch präsentierte die Tanzgruppe der »Egerländer Gmoi« um Ingrid Paulus u. a. den Radetzkymarsch und die Polka »Schäi lustig u kearngout - schön lustig und herzensgut«. Die Jugend- und Volkstanzgruppe Salzböden führte zum Akkordeonspiel der Ersten Vorsitzenden Lore Klein neben der »Schwäbischen Tanzfolge« auch den Singtanz »Der Lauterbacher« vor. Beide Gruppen erhielten viel Beifall.

Mit dem gemeinsamen Singen des Volksliedes »Kein schöner Land« fand der Volkstumsnachmittag seinen traditionellen Abschluss.

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