Renitenter Bauer muss hinter Gitter

Gießen/Lauterbach (dpa). In rasender Wut ist ein Bauer aus dem Vogelsberg mit seinem Traktor auf Polizisten losgefahren und hat mehrere Polizeiautos demoliert. Dafür muss der 55-Jährige ein Jahr und neun Monate Jahre hinter Gitter.

Gießen/Lauterbach (dpa). In rasender Wut ist ein Bauer aus dem Vogelsberg mit seinem Traktor auf Polizisten losgefahren und hat mehrere Polizeiautos demoliert. Dafür muss der 55-Jährige ein Jahr und neun Monate Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Gießen verurteilte den Landwirt am Montag im Berufungsprozess zu zwei Haftstrafen von fünf Monaten sowie einem Jahr und vier Monaten unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis in mehreren Fällen.

Das Strafmaß im Berufungsprozess fiel damit niedriger aus als das in erster Instanz. Das Amtsgericht in Lauterbach hatte den Bauern im Juni 2008 zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Dagegen hatte der Mann Berufung eingelegt. Sein Verteidiger hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert.

Der Bauer aus Lauterbach war im August 2007 mit seinem Traktor auf Polizisten losgerast, die das Gefährt sicherstellen wollten. Der Mann war damit wiederholt durch den Ort und über Feldwege gefahren, obwohl er schon längere Zeit keinen Führerschein mehr hatte. Mit gesenktem Frontschieber raste er auf die Polizisten zu, die sich nur noch mit Sprüngen zur Seite retten konnten. Die Sperre aus Polizeiautos räumte er mit seinem Traktor zur Seite und flüchtete in einen Wald.

In dem Berufungsprozess hatte der Bauer die Attacke auf die Polizisten gestanden. "Mir ist der Kragen geplatzt", sagte der Mann. Verletzt worden war niemand. An den Polizeiautos war ein Schaden von rund 27 000 Euro entstanden.

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