Protest beim Aktionstag in Wiesbaden. FOTO: DPA
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Protest beim Aktionstag in Wiesbaden. FOTO: DPA

Reisebusfahrer demonstrieren

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Wiesbaden- Über 100 Reisebusfahrer - darunter auch Teilnehmer aus der Region - haben mit ihren Fahrzeugen in Wiesbaden für staatliche Unterstützung demonstriert. "Die Lage ist dramatisch", sagte der Geschäftsführer des Landesverbands Hessischer Omnibusunternehmer mit Sitz in Gießen, Volker Tuchan, bei der Veranstaltung am Mittwoch. Die Stilllegung des Reisebusverkehrs infolge der Corona-Krise kostet die Unternehmen laut den Branchenverbänden insgesamt täglich 2,3 Millionen Euro. Das Gewerbe benötige daher nicht zurückzahlbare Soforthilfen. Laut Tuchan wurde dem Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) eine entsprechende Resolution überreicht.

Die SPD-Fraktion forderte vom Land Hessen, den Busunternehmen die Stornokosten, die infolge der Absage von Klassenfahrten fällig geworden seien, zu erstatten. So könne diesen "Liquidität zur Verfügung gestellt werden", sagte der wirtschafts- und verkehrspolitische Sprecher Tobias Eckert.

Protestfahrten gab es in mehreren deutschen Städten. Allein in Berlin waren am Vormittag 300 Busse auf verschiedenen Routen ins Regierungsviertel gefahren, teilte ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer mit. Dort trafen sich Vertreter mehrerer Verbände mit Bundestagsabgeordneten, um über die schwierige Situation zu diskutieren. Weitere Protestaktionen fanden zudem in Düsseldorf, Dresden, Mainz, Kiel und Stuttgart statt.

Politiker äußerten sich solidarisch. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) etwa sprach sich für einen bundesweiten Neustart des Bundesreiseverkehrs aus. Durch die Corona-Krise seien Busunternehmer in großer Not, sagte er. dpa

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