Rein in die Innenstadt

Wiesbaden - Die Läden, Restaurants und das Flair der Innenstädte leiden nicht erst seit der Corona-Pandemie unter Schwierigkeiten. Schon vorher hatten den Geschäften erst Großmärkte auf der grünen Wiese, dann Onlinehändler das Geschäft erschwert. Ab jetzt können noch mehr Projekte zur Stärkung der hessischen Innenstädte und Ortskerne umgesetzt werden.

Nicht nur das Land Hessen fördert mit dem Programm »Zukunft Innenstadt«, sondern auch der Bund unterstützt kreative Projekte. Das Programm »Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren« hilft bundesweit 238 Städten und Gemeinden dabei - darunter 24 in Hessen - , neue Nutzungen und Funktionen auszuprobieren, damit Stadt- und Dorfkerne attraktiv und lebendig bleiben. »Die beiden Programme stellen eine optimale Kombination dar und eröffnen noch mehr Möglichkeiten«, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Der größte Batzen der Bundesförderung fließt nach Frankfurt, das rund vier Millionen Euro an Förderung erhält. Das Vorhaben der Metropole trägt den programmatischen Titel »Innenstadterlebnis Frankfurt am Main«. Ziel sei es, die Kooperation zwischen den »Innenstadtakteuren« zu verbessern und »die Aufenthaltsqualität über kooperative Prozesse« zu verbessern, teilte das Ministerium mit.

Zahlreiche Städte haben in den vergangenen Monaten Programme zur Förderung der Innenstädte aufgelegt. Für das Hanauer Konzept »Hanau aufLaden« fließen 3,75 Millionen Euro, für die Wiesbadener »Quartiersprofile« 3,2 Millionen Euro. Darmstadt erhält etwa 2,9 Millionen Euro für das Vorhaben »Innenstadt 360 Grad«. Bad Homburg wird mit knapp 2,4 Millionen Euro gefördert, dort heißt das Programm »Fokus Innenstadt«. Auch Homberg (Ohm, 2,3 Millionen Euro), Büdingen (247 500 Euro), Ortenberg/Oberes Niddertal (375 000 Euro) und Marburg (375 000 Euro) erhalten Gelder.

Al-Wazir schilderte, was mit dem Geld passieren soll: »Leerstehende Läden können für Pop-up-Stores, Repair-Lokale, Freizeit-, Sport- oder Bildungsangebote genutzt werden, auf öffentlichen Plätzen können Spiel- und Sportflächen oder Treffpunkte entstehen. Co-Working-Spaces, kleine Manufakturen, Handwerksbetriebe oder Gesundheitseinrichtungen erhöhen die Kundenfrequenz.« Auch touristische Potenziale seien von Bedeutung für eine lebendige Innenstadt. Pitt von Bebenburg

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