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Radio-Show leitete das Happy End ein

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Wetzlar/Hüttenberg (mfr). Die Theateraufführungen der Hüttenberger Schwingbachschule gehören fest zum Rahmenprogramm der Wetzlarer Festspiele. Am Freitagabend hatte das Stück »Schlaflos in Wetzlar« im Hofgut Hermannstein Premiere.

Wetzlar/Hüttenberg (mfr). Die Theateraufführungen der Hüttenberger Schwingbachschule gehören fest zum Rahmenprogramm der Wetzlarer Festspiele. Am Freitagabend hatte das Stück »Schlaflos in Wetzlar« im Hofgut Hermannstein Premiere. Die 10. Klasse der Schwingbachschule zeigte, wie man mit Begeisterung und Spiellust ein Publikum bestens unterhalten kann.

»Schlaflos in Wetzlar« ist eine Liebeskomödie und basiert auf dem Film »Schlaflos in Seattle«. Das Stück schrieb die Deutschlehrerin Sylvia Wulff, die auch Regie führte. »Tausendmal berührt« von Klaus Lage beschreibt die Handlung des Stückes perfekt. Nicht von ungefähr wird dieser Son in der dritten Szene des ersten Aktes eingespielt: Es ist der 16. Geburtstag von Tim (Max Wagner). Die Feier hat seine langjährige Freundin Norah (Vanessa Lang) organisiert. Norah und Tim kennen sich seit ihrer Geburt. Sie haben gemeinsam im Kindergarten gespielt, bei der Einschulung mit ihren Schultüten faxen gemacht. Auch als Teenies sind sie zunächst unzertrennlich – und doch: trotz ihrer Nähe sind sie noch kein Paar. Dies liegt aus der Sicht von Norah daran, dass Tim in Bezug auf Liebe und Sex »auf dem Schlauch steht«.

So flirten und verlieben sich beide in andere. Tim heiratet Sarah (Ariane Söhva), Norah ehelicht Daniel (Christoph Allgöwer). Doch die Ehen verlaufen unglücklich. Daniel wird schwul, Sarah entpuppt sich als schrille Discomaus. Tim und Norah sind unglücklich, haben sich aus den Augen verloren. Tims Tochter Penelope (Julia Haupt) leidet unter ihrem unglücklichen Vater. Über eine Radioshow versucht sie die ideale Frau für ihren Vater zu finden. Durch Zufall hört auch Norah die Radiosendung und meldet sich zu einem Treffen mit Tim am Valentinstag. »Schlaflos in Wetzlar« ist mit Situationskomik gespickt. Sei es die parallele Hochzeit der beiden Paare, bei der alles schief geht, das schrille Auftreten von Sarah oder die Tanzeinlage von Daniel. Die Zuschauer hatten viel zu lachen. Dies lag auch daran, dass die Hauptdarsteller Vanessa Lang, Max Wagner, Ariane Söhva und Christoph Allgöwer ihre Rolle mit viel Humor spielten. Max Wagner überzeugte mit seinem trockenen Humor, Ariane Söhva brillierte mit ihrer Bühnenpräsenz. Etwas ernster und selbstsicher agierte Vanessa Lang, die das schwule »Coming out« ihres Ehepartners erleben musste. Der Funke sprang auf das Publikum über – die rund 200 Zuschauer hatten sichtlich viel Spaß. (Foto: mfr)

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