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PwC: Porsche rettet ansonsten schwaches Jahr für Börsengänge

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Deutsche Börse
Die DAX-Kurstafel im Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt. © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Ein insgesamt schwaches Jahr für Börsenneulinge in Deutschland hat dank des Autobauers Porsche einen versöhnlichen Abschluss gefunden. Gerade einmal vier Unternehmen wagten in einem von hoher Inflation, steigenden Zinsen und Rezessionssorgen geprägten Umfeld den Schritt an die Frankfurter Börse, wie das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PwC am Freitag bilanzierte.

Frankfurt/Main - „Einzig dem Porsche-Börsengang im dritten Quartal ist es zu verdanken, dass das Emissionsvolumen 2022 auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr lag“, fasste PwC die Börsengänge (Initial Public Offering/IPO) des zu Ende gehenden Jahres zusammen. Ansonsten wäre 2022 „als schwächstes IPO-Jahr seit 2009 in die Geschichte eingegangen“.

Der Sportwagenhersteller Porsche hatte Ende September einen der größten Börsengänge der deutschen Wirtschaftsgeschichte hingelegt. Der Mutterkonzern Volkswagen hatte über die Notierung von einem Viertel der Porsche-AG-Vorzugsaktien brutto 9,1 Milliarden Euro eingenommen. Am 19. Dezember steigt Porsche in den Dax auf.

Zusammen spielten die vier Börsenneulinge des laufenden Jahres 9,4 Milliarden Euro ein und damit in etwa so viel wie 2021 (9,5 Mrd Euro), wie PwC vorrechnete. Allerdings konnte die Frankfurter Börse 2021 gleich 18 Unternehmen neu auf dem Parkett begrüßen.

Auch 2023 wird nach Einschätzung der PwC-Experten kein einfaches Jahr für den Start an der Börse. „Es ist zwar möglich, dass sich im ersten oder zweiten Quartal ein Zeitfenster öffnet, in dem sich ein Börsengang gut realisieren lässt“, ordnete PwC-Partnerin Nadja Picard ein. Schließlich gebe es etliche Kandidaten. „Aber weder bei den IPOs noch bei den Kapitalerhöhungen erwarten wir im aktuellen Umfeld eine Erholung des Marktes.“ dpa

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