Prozess gegen mutmaßlichen PKK-Funktionär

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Koblenz- Wegen einer ihm vorgeworfenen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland steht ein 60-jähriger Mann aus Hessen seit Donnerstag vor dem Oberlandesgericht (OLG) Koblenz.

Als mutmaßlicher Funktionär der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK soll er laut Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz im Mai 2018 die Leitung des PKK-Gebiets Mainz übernommen haben, das weit nach Rheinhessen und Hessen hineinreichen soll. Der türkische Staatsangehörige soll unter dem Decknamen Ali Spenden- und Propagandakampagnen zugunsten der PKK organisiert und überwacht haben. Beim Prozessauftakt teilte er über seinen Anwalt mit, er habe sich stets nur mit legalen Methoden für die Kurden eingesetzt.

Er wohnte nach eigener Aussage bis zu seiner Festnahme im Juni 2019 in Lahnau im Lahn-Dill-Kreis. Derzeit sitzt er in Untersuchungshaft im Gefängnis Rohrbach beim rheinhessischen Wöllstein. Zunächst sind acht Verhandlungstage terminiert. Weitergehen soll es am 9. März. dpa

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