Präsidium gewählt

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Frankfurt- Petra Rossbrey, frisch gewählte Vorsitzende des Präsidiums der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO), will aufräumen: Unmittelbar nach der Wahl auf der Kreiskonferenz am Samstag versammelte sich das neue ehrenamtliche Präsidium zu seiner ersten Sitzung. Anschließend gab es klare Ansagen für den Neuanfang nach Monaten der schweren Krise, Strafanzeigen und Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft.

"Die bisherigen Verantwortlichen werden diesen Neuanfang nicht mehr mitgestalten", sagte Rossbrey. Die beiden noch im Amt befindlichen Vorstände würden abberufen. Gegen alle Personen, die Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen seien, würde ein Hausverbot ausgesprochen. Das neue Präsidium wolle innerhalb der nächsten 14 Tage zwei Vorstände berufen, kündigte die 60-jährige Juristin weiter an. Es gäbe bereits mehrere Kandidaten. "Das wird eine Lösung für die nächsten Monate sein", sagte Rossbrey. So habe das Präsidium die nötige Zeit, mit "großer Sorgfalt" einen neuen Vorstand auszuwählen. "Damit haben wir die erste Weiche für einen personellen Neuanfang gestellt." Rossbrey erhielt bei der Wahl 58 Stimmen. Insgesamt waren 67 Delegierte wahlberechtigt. Sie war die einzige Kandidatin. Rossbrey sprach von einer "Herkulesaufgabe", das "egoistisch verspielte Vertrauen" wiederzugewinnen. dpa " Seite 4

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