Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten, nachdem das Auto in den Karnevalsumzug gefahren war. FOTO: DPA
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Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten, nachdem das Auto in den Karnevalsumzug gefahren war. FOTO: DPA

Polizei informiert via Twitter

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Die Tragödie in Volkmarsen erforderte von der Polizei ein schnelles und durchdachtes Vorgehen. Über jeden Schritt informierten die nordhessischen Beamten die Öffentlichkeit auf ihrer Twitter-Seite.

Zunächst wurde ein Hinweisportal eingerichtet, in dem Zeugen anonym der Polizei Fotos, Videos und Informationen senden können. Dazu der Hinweis, bitte keine Videos, Bilder und Spekulationen über die Hintergründe in sozialen Netzwerken zu streuen.

Aus Sicherheitsgründen sagte die Polizei in der Folge vorsorglich sämtliche Rosenmontagsumzüge in Hessen ab. Die Bürger sollten zudem größere Menschenansammlungen meiden, vermutlich auch aus Sorge um mögliche Nachahmer. Das Polizeipräsidium Frankfurt bezeichnete die Absage der laufenden Umzüge als "Vorsichtsmaßnahme". Zudem informierte die Polizei in den sozialen Netzwerken kontinuierlich über die Ermittlungsstände zum Hintergrund der Tat. Zunächst gab es den Hinweis, dass der Fahrer festgenommen wurde. Zudem informierte die Polizei über die Opfer. Es gab zum Teil schwerverletzte Personen, darunter auch Kinder. Genauere Angaben über Anzahl und Schwere der Verletzungen der Opfer machte die Polizei zunächst aber nicht.

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Im Volkmarsener Steinweg wurde unverzüglich ein Betroffeneninformationszentrum (BIZ) eingerichtet. Direkt Betroffene und deren Angehörige erhalten dort nach Angaben der Polizei Nordhessen gesicherte Informationen und Unterstützung. dag

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