Polizei gelang Schlag gegen vielköpfigen Drogenhändelring

Friedberg (pm).Der Polizei ist es gelungen, einen mittelhessischen Drogenhändlerring zu zerschlagen. Über 40 Wohnungen in den Bereichen Wetteraukreis, Frankfurt/M., Gießen, Dillenburg und Hochtaunuskreis wurden durchsucht.

Friedberg (pm). In einem durch die Regionale Kriminalinspektion geführten Ermittlungsverfahren gegen eine Bande von Drogendealern im mittelhessischen Raum wurden seit dem 19. Januar über 40 Wohnungen in den Bereichen Wetteraukreis, Frankfurt/M., Gießen, Dillenburg, Hochtaunuskreis durchsucht. Insgesamt wurden 120 Beamte verschiedenster Organisationseinheiten der jeweils örtlichen Dienststellen eingesetzt. 37 Personen wurden vorläufig festgenommen, 35 erkennungsdienstliche Behandlungen sowie 16 DNA-Maßnahmen durchgeführt.

In enger Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft in Gießen und der Kriminalpolizei in Friedberg konnte die "Drogendealer-Bande" nach monatelangen Ermittlungen zerschlagen werden. Bereits 2004 hatten die Drogenfahnder der Kripo Friedberg den "Kopf der Bande", einen heute 35-jährigen Deutschen, im Fokus ihrer Ermittlungen. Seinerzeit gestand der Mann ein, dass er innerhalb eines Jahres im großen Stil mit Drogen gehandelt hat. Der 35-jährige Bandenführer wurde zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und fünf Monaten Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt. Nach Verbüßung eines Drittels der Strafe, kam er wieder auf freien Fuß. Den Ermittlern der Kripo Friedberg wurde nach der Haftentlassung des Banden-Chefs schnell klar, dass der 35-Jährige erneut einen Rauschgifthändlerring aufgebaut hatte.

Im September 2008 kontrollierte in Lich eine Funkstreife einen der Kuriere, der auf der Fahrt von Frankfurt/M. nach Reiskirchen war. Bei ihm konnten im Fahrzeug 2150 Gramm Amphetamin und etwa 3000 Gramm Haschisch aufgefunden und beschlagnahmt werden. Dies schreckte die Bande jedoch nicht ab und der Handel mit den Rauschgiften ging weiter, so dass es am 27. November 2008 am Friedberger Bahnhof zu einer weiteren Festnahme und der Sicherstellung von 100 Gramm Amphetamin gekommen ist. Im Rahmen des geplanten konzertierten polizeilichen Vorgehens ab dem 19. Januar kam es zur Beschlagnahme von Amphetamin, Haschisch, Kokain, Marihuana, Ecstasy-Pillen und fast 8000 Euro Bargeld. Außerdem wurden mehrere Armbrüste, Luftdrucklangwaffen und Soft-Air-Waffen beschlagnahmt.

37 Personen wurden vorläufig festgenommenen. In 15 Fällen wurde seitens der Amtsgerichte Friedberg und Gießen ein Untersuchungshaftbefehl erlassen. Allein dem 35-jährigen Haupttäter wird in seinem Untersuchungshaftbefehl der Handel mit Betäubungsmittel als Mitglied/Kopf der Bande in 52 Fällen vorgeworfen. Zwischenzeitlich haben die Ermittlungen ergeben, dass eine Vielzahl von weiteren Fällen hinzu kommt.

Nach dem letzten Erkenntnisstand kann der "Bande" der Rauschgifthandel von Amphetamin und Haschisch in der Höhe einer dreistelligen Kilogrammmenge angelastet werden. Durch die verschiedenen Einlassungen der vorläufig festgenommenen Personen war eine Vielzahl von Folgedurchsuchungen möglich, dabei kam es erneut zur Sicherstellung von weiteren Betäubungsmitteln und zu vorläufigen Festnahmen. Die 11 Untersuchungshäftlinge wurden in verschiedene Justizvollzugsanstalten in Hessen eingeliefert.

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