Plastikorgie

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Nein, die Anruferinnen und Mailschreiberinnen waren nicht erfreut über das, was sie am Dienstag in dieser Zeitung sahen: Vier Redakteure am Mittagstisch, und vor ihnen türmen sich Wegwerfbehältnisse aus Plastik. Gefüllt mit Essen und Getränken. Dazwischen standen aber auch diese haltbaren Dosen einer gewissen Firma, deren Namen ich jetzt nicht nennen möchte. Aber jeder weiß, dass diese Behältnisse ewig halten. Und wenn sie dann nicht mehr frisch aussehen, so nach hundert Jahren, kann man sie immer noch nehmen, um darin Farbe zu mischen. Oder was auch immer. Nun entstand also der Eindruck, meine Kollegen gehörten zu der Wegwerffraktion, also zu der Gruppe rücksichtsloser Menschen, die täglich aus dem Einwegplastiknapf essen. Und trinken. Das wäre in der Tat zu kritisieren. Ich will ja meine Kollegen nicht heilig sprechen, sie sündigen (genau wie ich) auch ab und zu mal, aber sie sind keine Umweltfrevler. Sie haben versucht, eine "ganz normale" Alltagssituation in einem Pausenraum nachzustellen. Es ist nun mal traurige Realität, dass mittags eine Menge Plastik in die Mülltonnen wandert. Dass viele sich keine Stulle mehr schmieren. Sich zu Hause keinen Salat zubereiten, um ihn dann in eine Dose zu packen, die haltbarer ist als das Grünzeug. Die Kollegen auf dem Foto tun das aber. Sie bringen Brote und Salate mit. Nicht jeden Tag, aber sehr häufig. Was mich wundert: Kein einziger Mann hat geschrieben oder angerufen, um sich über die Plastikorgie zu beschweren. Noch nicht mal ein einziger, klitzekleiner grüner Mann. Wo sind die denn alle hin?

Nein, die Anruferinnen und Mailschreiberinnen waren nicht erfreut über das, was sie am Dienstag in dieser Zeitung sahen: Vier Redakteure am Mittagstisch, und vor ihnen türmen sich Wegwerfbehältnisse aus Plastik. Gefüllt mit Essen und Getränken. Dazwischen standen aber auch diese haltbaren Dosen einer gewissen Firma, deren Namen ich jetzt nicht nennen möchte. Aber jeder weiß, dass diese Behältnisse ewig halten. Und wenn sie dann nicht mehr frisch aussehen, so nach hundert Jahren, kann man sie immer noch nehmen, um darin Farbe zu mischen. Oder was auch immer. Nun entstand also der Eindruck, meine Kollegen gehörten zu der Wegwerffraktion, also zu der Gruppe rücksichtsloser Menschen, die täglich aus dem Einwegplastiknapf essen. Und trinken. Das wäre in der Tat zu kritisieren. Ich will ja meine Kollegen nicht heilig sprechen, sie sündigen (genau wie ich) auch ab und zu mal, aber sie sind keine Umweltfrevler. Sie haben versucht, eine "ganz normale" Alltagssituation in einem Pausenraum nachzustellen. Es ist nun mal traurige Realität, dass mittags eine Menge Plastik in die Mülltonnen wandert. Dass viele sich keine Stulle mehr schmieren. Sich zu Hause keinen Salat zubereiten, um ihn dann in eine Dose zu packen, die haltbarer ist als das Grünzeug. Die Kollegen auf dem Foto tun das aber. Sie bringen Brote und Salate mit. Nicht jeden Tag, aber sehr häufig. Was mich wundert: Kein einziger Mann hat geschrieben oder angerufen, um sich über die Plastikorgie zu beschweren. Noch nicht mal ein einziger, klitzekleiner grüner Mann. Wo sind die denn alle hin?

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