Plädoyers in Prozess gegen Krankenschwester

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Gießen/Bad Nauheim- Im Prozess gegen eine Krankenschwester, die ihre Kollegen mit Medikamenten vergiftet haben soll, hat die Verteidigung Freispruch gefordert. Die Staatsanwaltschaft plädierte gestern vor dem Landgericht Gießen auf viereinhalb Jahre Haft. Die Angeklagte soll im September 2017 sowie im März 2019 Kaffee und Plätzchen mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln versetzt und in der Teeküche der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik bereitgestellt haben. Fünf Kollegen bekamen der Anklage zufolge gesundheitliche Probleme bis hin zu Bewusstlosigkeit - ein Opfer geriet in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft wirft der 54-Jährigen gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Allerdings ging die Staatsanwaltschaft nicht mehr von versuchtem Mord aus. Zu Beginn des Prozesses hatte die Frau die Vorwürfe zurückgewiesen. "Sie hat gegen niemanden irgendetwas gehabt und hat das nicht getan", erklärte damals die Verteidigung. Das Urteil soll am 19. Mai fallen. dpa

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