Schizophren

Passanten angegriffen – Täter soll in Psychiatrie

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Ein 38-Jähriger soll in Frankfurt mehrere Passanten massiv angegriffen haben. Vor Gericht räumte der Mann die Taten ein – innere Stimmen hätten ihm zu den Übergriffen geraten.

Nach schweren Übergriffen auf Passanten droht einem 38 Jahre alten Mann die dauerhafte Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik. Seit Dienstag verhandelt das Landgericht Frankfurt gegen ihn wegen zweifachen versuchten Totschlags und einer Reihe von Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Am 29. Juni vergangenen Jahres kam es laut Staatsanwaltschaft an der Frankfurter Eissporthalle innerhalb weniger Minuten zu mehreren Gewalttaten.

Tritte gegen den Hals

Zunächst soll der Mann einer Passantin mit voller Wucht gegen den Hals getreten haben, so dass sie Erstickungsanfälle bekam und unter Lebensgefahr in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Danach schlug der in einer Obdachlosenunterkunft in der Nähe untergebrachte Mann laut Anklage einen Rentner derart, dass dieser gegen eine einfahrende Straßenbahn fiel und dabei erheblich verletzt wurde. Andere Passanten wurden von dem Angeklagten ebenfalls geschlagen und bespuckt. Nach seiner Festnahme kam er vorläufig in die Psychiatrie.

Innere Stimmen gehört

Bei den beiden schwersten Straftaten geht die Staatsanwaltschaft von versuchtem Totschlag aus. Aufgrund seiner schizophrenen Erkrankung sei der Angeklagte aber nicht schuld- und steuerungsfähig, hieß es in der Antragsschrift der Ermittlungsbehörde. Vor Gericht räumte der Beschuldigte die Taten pauschal ein. Er habe innere Stimmen gehört, die ihm zu den Gewalttaten geraten hätten. Seit er in der Klinik Medikamente einnehme, höre er diese Stimmen jedoch nicht mehr. Das Urteil wird für Anfang März erwartet.

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