OVAG: 5,7 Millionen Euro Bilanzgewinn

Friedberg/Gießen (hed/pm). Der Antrag der Grünen, das energiewirtschaftliche Gesamtkonzept so zu ändern, dass sich die OVAG von allen Überlegungen zur Beteiligung an Kohlekraftwerken verabschiedet, ist in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) am Freitag abgelehnt worden.

Friedberg/Gießen (hed/pm). Der Antrag der Grünen, das energiewirtschaftliche Gesamtkonzept so zu ändern, dass sich die OVAG von allen Überlegungen zur Beteiligung an Kohlekraftwerken verabschiedet, ist in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) am Freitag abgelehnt worden. Bislang stelle sich diese Frage nicht, da derzeit keine Beteiligung an einem Kohlekraftwerk anstehe, argumentierten die anderen Parteivertreter. Zudem sei eine Änderung des Konzepts bei der derzeitigen Unsicherheit auf dem Energiemarkt unsinnig. Bei zwei Ja-Stimmen der Vertreter von Grünen und Linken wurde der Antrag abgelehnt.

In der Versammlung in Friedberg stellte OVAG-Vorstandsvorsitzender Rainer Schwarz seinen Bericht zur Lage des Konzerns vor. "Wir sind auf gutem Weg, die uns gestellten Aufgaben zu meistern. Alle aktuellen Vorhaben laufen im Prinzip wie geplant", bilanzierte er. "Meilensteine" seien das Richtfest für das neue Umspannwerk und Schalthaus Bad Vilbel, der Abschluss des 110-Kilovolt-Erdkabels zwischen Altenstadt und Orleshausen sowie die Grundsteinlegung für das Umspannwerk Orleshausen. "Ebenso ist es ein Erfolg, dass wir bereits 90 Prozent der auslaufenden Wegenutzungsverträge für die nächsten 20 Jahre abschließen konnten.

" Erfreulich sei, dass die OVAG-Energie AG in diesem Jahr die Strompreise habe stabil halten können. Die Zahl der Kunden, die sich für den Ökostrom der OVAG entschieden hätte, sei auf mittlerweile 1000 angewachsen. In diesem Zusammenhang verwies Schwarz auf die derzeit laufende Imagekampagne mit Großflächenplakaten, Zeitungsanzeigen, der Ausstrahlung eines Radio-Spots sowie einer neuen Beschriftung der VGO-Busse. Neue Fotovoltaikanlagen habe das Unternehmen auf dem Dach der Turn- und Sporthalle Wölfersheim-Wohnbach sowie auf der Dreifeldsporthalle der Oberwaldschule in Grebenhain errichtet. Eine weitere sei auf dem neuen Umspannwerk Bad Vilbel vorgesehen. Aufgrund von Vorgaben der Bundesnetzagentur gab es konzernintern eine Umstrukturierung. Rund 360 Mitarbeiter der OVAG - knapp zwei Drittel der Belegschaft - wechselten zur OVAG-Netz AG. "Für die Betroffenen ergeben sich jedoch keine Veränderungen", versicherte Schwarz. - Die Verbandsversammlung beschloss die Ausschüttung des Bilanzgewinns aus dem Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 5,7 Millionen Euro an die Gesellschafter. Vorab getilgt wurde das aus dem ÖPNV entstandene Minus von rund 2,3 Millionen Euro

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