Die Corona-Pandemie beschert den Mitarbeitern der Ordnungsämter in Hessen reichlich Mehrarbeit. dpa
+
Die Corona-Pandemie beschert den Mitarbeitern der Ordnungsämter in Hessen reichlich Mehrarbeit. dpa

Ordnungshüter teils an der Belastungsgrenze

  • vonDPA
    schließen

Maskenpflicht, Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen - die Corona-Pandemie hat eine Flut von Auflagen mit sich gebracht. Mancherorts kommen die Behörden mit den Kontrollen kaum hinterher. Doch es gibt Pläne, die Entlastung mit sich bringen könnten.

Die Corona-Pandemie beschert den Ordnungshütern in Hessen reichlich Mehrarbeit. Ob nächtliche Feiern ohne Mindestabstand und Maske, lückenhafte Gästelisten in Lokalen oder Verstöße gegen die Maskenpflicht in Bussen - immer wieder müssen sie kontrollieren, an die Auflagen erinnern oder bei Verstößen einschreiten. Vor allem in Frankfurt stößt die Stadtpolizei teils an die Kapazitätsgrenzen, wie ein Sprecher des Ordnungsamtes der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Wir machen quasi fast nichts anderes, das ist unser Hauptaugenmerk seit März/April."

Mehr als 51 000 Corona-Kontrollen haben die knapp 200 Frankfurter Stadtpolizisten seit Beginn der Corona-Einschränkungen im März bis etwa Ende August durchgeführt, fast 2600 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. Grünanlagen, Gaststätten, Betriebe, Wochenmärkte, öffentlicher Nahverkehr - überall müssen die Ordnungshüter auf der Hut sein und schauen, ob Mindestabstände eingehalten, Mund-Nase-Bedeckungen getragen und sonstige Regeln befolgt werden. Nicht immer geht es dabei friedlich zu, wie der Ordnungsamtssprecher sagt: "Die Stimmung reicht von verständig bis verbal aggressiv." Durch die Zusatzaufgaben seien auch die Zeitguthaben der Kollegen angewachsen, "aber wir achten darauf, dass diese auch wieder abgegolten werden".

Auch in Wiesbaden bedeuten die Aufgaben rund um die Corona-Pandemie eine "maximale Mehrbelastung" für die 80 Mitarbeiter der Stadtpolizei im Außendienst und ihre 14 Kollegen im Innendienst, wie der persönliche Referent des Bürgermeisters, Christian Stettler, sagte. Bei den mehr als 9500 coronabedingten Kontrollen seit März registrierten die Ordnungshüter in der hessischen Landeshauptstadt über 2000 Verstöße - das Thema habe "absolute Priorität", erklärte Stettler.

Andere Themen - wie Kontrollen wegen achtlos weggeworfener Zigarettenkippen oder nicht ordnungsgemäß entsorgter Hundehaufen - können da schon mal hintenrunterfallen. "Bei Hinweisen gehen wir diesen aber auch selbstverständlich nach", so Stettler.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare