Oliver Pocher vs. Fabian Hambüchen

Wetzlar (cso). Nach kurzem Vorprogramm hatte das Warten für die angeheizte Meute in der vollen Wetzlarer Stadthalle ein Ende. Comedy-Star Oliver Pocher wurde hereingeführt und betrat im Stile eines Boxers seinen "Ring". Mit seinem Programm "Gefährliches Halbwissen" sorgte er für zeitweise tosendes Gelächter und kam nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Wetzlar (cso). Nach kurzem Vorprogramm hatte das Warten für die angeheizte Meute in der vollen Wetzlarer Stadthalle ein Ende. Comedy-Star Oliver Pocher wurde hereingeführt und betrat im Stile eines Boxers seinen "Ring". Zu Beginn seines Programms "Gefährliches Halbwissen" begrüßte er einige Besucher in den ersten Reihen und scherzte kräftig auf deren Kosten. Für Gelächter im Publikum und Verwirrung bei den Betroffenen sorgte der gelernte Versicherungskaufmann durch seine Liveanrufe bei Bekannten ausgewählter Zuschauer, die er noch für denselben Abend in die Show einlud.

Eine Besucherin mit dem Zunamen "Dick" fragte er, ob man damit im englischsprachigen Ausland seinen Spaß habe: "Guten Tag Frau Dick, das ist Herr Cock".

Besagte Frau Dick war es auch, die der 31-Jährige in seiner Rolle als Magier "Morta Deller" zusammen mit dem Wetzlarer Kunstturner Fabian Hambüchen auf die Bühne holte, um in Anspielung auf Shows des entsprechenden Genres ("The next Uri Geller") seine bewusst durchschaubaren Zaubertricks darzubieten. Überhaupt griff der Comedian immer wieder, nicht nur zu Showbeginn, auf die Interaktion mit den Zuschauern zurück. Zwar verlangt dies zum einen die notwendige Portion Spontanität, lässt aber auf der anderen Seite weniger Platz für das eigentliche Programm.

Diesen Spagat versuchte Pocher mit seinen Berichten über das Einreiseformular der USA, die Olympischen Spiele in Peking sowie die Fußball-EM in Österreich und der Schweiz zu bewältigen. Gerade die Scherze über das fußballerische Highlight des letzten Jahres wirkten teilweise altbacken und sollten überdacht werden.

Dieses Thema war es auch, mit welchem Pocher die einzigen "Buh"-Rufe erntete, indem er die Partie der DFB-Elf gegen die österreichische Auswahl mit seiner Bemerkung "Eigentlich hätten wir ja auch zusammen spielen können" in Zusammenhang mit dem Dritten Reich brachte.

Vor dem eigentlichen Hauptprogramm heizte Dittmar Bachmann, ebenfalls Comedian aus Hannover, den Zuschauer schon ein wenig ein. Er erzählte von seiner Zeit als Disc-Jockey und der Art und Weise wie sich schüchterne kleine Mädchen seinem Plattenteller näherten, um den ein oder anderen peinlichen Liedwunsch loszuwerden.

Lieder hatte später auch Oli Pocher parat. Bei seinen musikalischen Auftritten als Hip-Hopper ("Die Straßenkobra" ) und als Bill von Tokio Hotel zeigte er vollen Körpereinsatz. Nachdem er am Ende vom begeisterten Publikum mit lauten Zugabe-Rufen wieder nach vorne geholt wurde, gab er abschließend den Song "Geht endlich heim" auf die Melodie von "Komm bringt ihn heim" zum Besten und verabschiedete damit auf seine humoristische Art drei junge Zuschauer, die während der Show durch lärmende "Oli Oli"-Rufe aufgefallen waren.

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