Offenbach nähert sich nächster Stufe

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Frankfurt/Wiesbaden- Angesichts weiter steigender Zahlen nachgewiesener Corona-Infektionen ist die Stadt Offenbach nicht mehr weit von der höchsten Warnstufe des Landes Hessen entfernt. Das hessische Sozialministerium sprach am Freitag von einem Wert von 65,8 Fällen pro 100 000 Einwohner an sieben aufeinanderfolgenden Tagen, die Stadt bezifferte den Wert bereits mit 70,6. Die von der Stadt veröffentlichten Zahlen liegen häufig über denen des Landes. Einer der Gründe dafür sind nach früheren Angaben die unterschiedlichen Übermittlungszeiten an das Robert-Koch-Institut.

Mit einem Wert von 55,9 lag auch Frankfurt über dem Wert der Warnstufe "Rot" des Landes. In Hessen gab es am Freitag nach Angaben des Sozialministeriums (Stand 14 Uhr) 21 092 bestätigte Corona-Infektionen. Das waren 430 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Menschen, die in Verbindung mit dem Virus gestorben sind, lag unverändert bei 557.

In Nordhessen ist nach einem Corona-Ausbruch ein Großteil der Bevölkerung eines kleinen Dorfs unter Quarantäne gestellt worden. Hübenthal ist ein Stadtteil der Stadt Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis) und hat rund 90 Einwohner. Die meisten lebten dort auf zwei Höfen und seien nun in Quarantäne, sagte Bürgermeister Daniel Herz (parteilos). Die vermutete Ursache der Infektionen: eine private Feier.

Versorgung noch unklar

Aktuell gibt es laut dem Werra-Meißner-Kreis 33 akute Corana-Infektionen in Witzenhausen, 30 davon in Hübenthal. Durch die Quarantäne stellt sich nun die Frage, wer dort Lebensmittel besorgt. Man arbeite daran, sagte Herz. Angedacht sei, dies über eine Art Nachbarschaftshilfe zu organisieren.

Ungeachtet der Verschärfung der Corona-Regeln, die gestern in Frankfurt inkraft traten - Sperrstunde ab 23 Uhr und Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen - eröffnete der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) eine Herbstkirmes als die wohl "sicherste, die es jemals gab" - verteilt über mehrere Plätze, damit Abstandsregeln eingehalten werden konnten. dpa

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