Ökolandbau und Klimaschutz

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Wiesbaden (dpa/lhe). Die hessischen Grünen wollen gerne weiter mitregieren. Um davon auch ihre Wähler zu überzeugen, setzt die Partei auf Kontinuität: Viele Punkte im grünen Wahlprogramm fußen auf dem, was sich in der zurückliegenden Legislaturperiode in der Umwelt- und Energiepolitik bereits bewegt hat. Beispielsweise soll der Ökolandbau weiter an Boden gewinnen, und hessenweite Flatrate-Tickets für den ÖPNV sollen auf zusätzliche Bevölkerungsgruppen ausgeweitet werden. Auch ihre Klimaschutzziele schrauben die Grünen nach oben.

Wiesbaden (dpa/lhe). Die hessischen Grünen wollen gerne weiter mitregieren. Um davon auch ihre Wähler zu überzeugen, setzt die Partei auf Kontinuität: Viele Punkte im grünen Wahlprogramm fußen auf dem, was sich in der zurückliegenden Legislaturperiode in der Umwelt- und Energiepolitik bereits bewegt hat. Beispielsweise soll der Ökolandbau weiter an Boden gewinnen, und hessenweite Flatrate-Tickets für den ÖPNV sollen auf zusätzliche Bevölkerungsgruppen ausgeweitet werden. Auch ihre Klimaschutzziele schrauben die Grünen nach oben.

Allerdings reicht es jüngsten Umfragen zufolge nach der Landtagswahl am 28. Oktober womöglich nicht für eine Fortsetzung der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen. Mit Koalitionsaussagen halten sich bislang alle Parteien zurück. Da machen die Grünen – bei allen Sympathiebekundungen für den Seniorpartner – keine Ausnahme.

"Wir sind nicht Schwarz-Grün, wir sind nicht Rot-Grün oder Rot-Rot-Grün – wir träumen erst recht nicht von Jamaika", betont Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir am Samstag in Wiesbaden. Und hat direkt einen Seitenhieb für die FDP parat, die er "Dagegen-Partei" nennt. Die Liberalen seien gegen Straßenbahnen, gegen Windräder, gegen alles. "Je stärker wir (bei der Wahl) werden, umso grüner wird’s", betont Al-Wazir. Jede Stimme für die Grünen sei eine Stimme gegen eine hessische Groko.

Von der Basis kommt breite Unterstützung für die Parteispitze – und Lob für die Arbeit in der Koalition. Die Sprecherin der Grünen Jugend, Nele Siedenburg, zählt das neue landesweite Schülerticket und den Klimaschutzplan zu den "großen Erfolgen". Bei der Arbeit der Landesregierung sehe man deutlich die grüne Handschrift.

Zuspruch kam von der Bundesvorsitzenden Annalena Baerbock. Sie riet ihren hessischen Parteifreunden, es so zu machen wie die Frankfurter Eintracht bei ihrem Pokalsieg. Baerbock forderte von der Bundesregierung mehr Tempo beim Klimaschutz. Ein Beispiel für den schwerfälligen Start der großen Koalition seien die ständigen Verzögerungen bei der Kohlekommission.

Als neues Klimaschutzziel verankerten die hessischen Grünen ein Verringerung von schädlichen Treibhausgasen von 55 Prozent bis 2030 in ihrem Programm. Als Referenzjahr gilt 1990. Bislang war die Marke von Minus-40-Prozent bis 2025 vereinbart. Der Anteil an ökologisch bewirtschafteter landwirtschaftlicher Fläche in Hessen soll nach dem Willen der Partei in der kommenden Legislaturperiode von derzeit 13,5 Prozent auf ein Viertel steigen.

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