Zwei Kinder rollen durch den Skaterparcours am Osthafenpark. Der Lockdown wird langsam zurückgefahren. Kinderspielplätze stehen wieder offen. Es gelten aber weiterhin strikte Hygieneregeln. FOTO: DPA
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Zwei Kinder rollen durch den Skaterparcours am Osthafenpark. Der Lockdown wird langsam zurückgefahren. Kinderspielplätze stehen wieder offen. Es gelten aber weiterhin strikte Hygieneregeln. FOTO: DPA

Öffentliches Leben nimmt Fahrt auf

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Das öffentliche Leben in Hessen kommt nach dem fast kompletten Corona-Stillstand langsam wieder in Fahrt. Friseursalons, Zoos, Museen und Spielplätze haben wieder geöffnet. Auch die Schulen sollen sich bald weiter füllen.

Mit der Öffnung von Friseursalons, Zoos, Museen und Spielplätzen gewinnen die Menschen in Hessen ein kleines Stück Normalität in der Corona-Krise zurück - auch wenn die Rückkehr in den Alltag unter Einhaltung strikter Vorgaben hier und da etwas holprig verläuft. Weitere Lockerungen, unter anderem im Schulwesen, sollen demnächst folgen.

Friseurhandwerk:Die Friseursalons in Hessen haben nach der Wiedereröffnung alle Hände voll zu tun. Doch wie sie ihr Handwerk genau ausführen dürfen, war teilweise noch unklar. "In Nuancen ist die Auslegung noch nicht ganz klar", sagte der Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes Friseurhandwerk Hessen, René Hain, am Montag. Die derzeitigen Vorgaben vom Land würden vereinzelt noch Fragen offen lassen, die es zu klären gelte.

Schulpläne:Spätestens in der übernächsten Woche soll es einen größeren Öffnungsschritt an den Bildungseinrichtungen geben. Dies kündigte Hessens Kultusminister Alexander Lorz am Montag an. Das Land verfolge dabei weiter die Strategie "von oben nach unten", weil ältere Schüler sich besser an die Hygiene- und Abstandsregeln halten könnten, sagte der CDU-Politiker. Derzeit sind nur weiterführende Schulen für den Unterricht von rund 110 000 Jugendlichen der Abschlussjahrgänge geöffnet.

Fahrschulen:Unter Auflagen für Kleingruppen dürfen auch Hessens Fahrschulen wieder öffnen. Erlaubt ist nach Angaben des Verkehrsministeriums ein Einzel- oder Kleingruppenunterricht mit bis zu fünf Personen für den Auto- und Kraftradführerschein. Diese Regelung gelte für den Theorie- und Praxisunterricht, erklärte eine Ministeriumssprecherin am Montag in Wiesbaden. Für den Lkw- und Busführerschein werden nach Angaben des Ministeriums für Theorie und Praxis Gruppengrößen von nicht mehr als 15 Personen zugelassen.

Tafeln:Das Land Hessen vergisst in der Corona-Krise auch die Schwachen nicht. Mit bis zu 1,25 Millionen Euro wird die Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln unterstützt. Das Geld sichert den Betrieb der hessischen Tafeln. "Durch die Ausbreitung des Coronavirus sind die Tafeln in eine schwierige Lage geraten, weil die bislang erfolgten Lebensmittelspenden ausbleiben", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Montag. Laut dem Verein Tafel Hessen ist damit der Betrieb der Einrichtungen bis Ende Juni gesichert. Die 57 Tafeln in Hessen verteilen 25 000 Tonnen Lebensmittel pro Jahr an Bedürftige und unterstützen 100 000 Menschen mit Essen und Dingen des täglichen Bedarfs. Wegen der Corona-Pandemie hatten viele Tafeln in den vergangenen Wochen geschlossen. Nun ist rund die Hälfte in Hessen wieder aktiv.

Infektionszahlen:Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen ist bis zum Montagvormittag (Stand 10.30 Uhr) auf 8541 gestiegen. Das waren 27 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, stieg in Hessen um zwei auf 372 an.

Supermarkt dicht- Nach mehreren Verstößen gegen die Auflagen zur Bekämpfung des Coronavirus hat die Rüsselsheimer Stadtpolizei einen Lebensmittelmarkt geschlossen. Die Betreiber ließen deutlich mehr Menschen in das Geschäft als erlaubt, wie die Stadt am Montag mitteilte. Zudem sei der Mindestabstand nicht beachtet und auch die Vorschrift zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung weder kontrolliert noch eingehalten worden. Die Stadtpolizei versiegelte die Eingänge.

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