Oberhessen schreiben rekordmäßig

Friedberg/Gießen (pm). Den längsten Weg hat die Einsendung eines Teilnehmers zurückgelegt, der sich momentan 10 000 Kilometer entfernt von seinem Wohnort Bad Nauheim aufhält. Nämlich auf einer Rundreise durch Kolumbien.

Friedberg/Gießen (pm). Den längsten Weg hat die Einsendung eines Teilnehmers zurückgelegt, der sich momentan 10 000 Kilometer entfernt von seinem Wohnort Bad Nauheim aufhält. Nämlich auf einer Rundreise durch Kolumbien. Und dennoch hat es sich dieser Nachwuchsautor nicht nehmen lassen, just am Tag seines 20. Geburtstages einen Text zum Jugend-Literaturpreis der OVAG per Email einzureichen. Wenn das kein literarischer Enthusiasmus ist . . .

Gut zu tun haben in den kommenden Wochen die zehn Mitglieder der Jury. Denn mit 310 Einzelbeiträgen haben so viele junge Oberhessen zwischen 14 und 23 Jahren mitgemacht wie noch nie zuvor in der siebenjährigen Geschichte des Wettbewerbs. Einen Blick auf rund 1600 Seiten Kreativität und Fantasie warfen nach Einsendeschluss die OVAG-Vorstände Rainer Schwarz und Rolf Gnadl. "Wir freuen uns, dass wir abermals so viele junge Menschen dazu bewegen konnten, ihr Talent zum Schreiben auszuprobieren", sagte Schwarz. "Allein die hohe Anzahl von Teilnehmern spricht dafür, wie sehr unser Wettbewerb in der Region etabliert ist", ergänzte Gnadl. Ende August kommt die Jury zusammen, um darüber zu brüten, welche Schreiberinnen und Schreiber zum 18-köpfigen Kreis der Preisträger zählen. Die Preisverleihung am 21. September nimmt in Friedberg Kultur-Fernsehjournalist Gert Scobel vor.

Die Schriftstellerin Alina Bronsky ("Scherbenpark") hält am 26. Januar die Laudatio zum Buch "Gesammelte Werke" mit den Texten aller Preisträger. Zuvor allerdings nehmen diese teil an einem viertägigen Workshop, um ihren Beiträgen den letzten Schliff zu geben.

Denn nach der Siegesfeier steht zunächst einmal die Arbeit . . .

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