Niedrigster Stand seit 1991

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Nürnberg/Gießen (dpa/gäd). Die Zahl der Arbeitslosen ist im März auf 2,301 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Wert zum Frühlingsbeginn seit März 1991. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Im Vergleich zum Februar nahm die Zahl der Jobsucher um 72 000 ab, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg mitteilte. Im März 2018 waren es noch 157 000 Arbeitslose mehr gewesen. "Obwohl der konjunkturelle Rückenwind nachgelassen hat, entwickelt sich der Arbeitsmarkt alles in allem weiter günstig", sagte Behördenchef Detlef Scheele.

Nürnberg/Gießen (dpa/gäd). Die Zahl der Arbeitslosen ist im März auf 2,301 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Wert zum Frühlingsbeginn seit März 1991. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Im Vergleich zum Februar nahm die Zahl der Jobsucher um 72 000 ab, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg mitteilte. Im März 2018 waren es noch 157 000 Arbeitslose mehr gewesen. "Obwohl der konjunkturelle Rückenwind nachgelassen hat, entwickelt sich der Arbeitsmarkt alles in allem weiter günstig", sagte Behördenchef Detlef Scheele.

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen erfasst, die gerade beispielsweise an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,254 Millionen. Sie sank saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 9000.

Erste Warnzeichen in Hessen

Hessens Arbeitsmarkt boomt vorerst weiter. Trotz erster Warnzeichen gibt es immer weniger Arbeitslose und mehr Beschäftigte. Die Zahl der Arbeitslosen sank im März vom Vormonat um rund 4000 auf 151 679 Frauen und Männer, wie die Regionaldirektion Hessen der Arbeitsagentur in Frankfurt berichtete. Das bedeutete eine um 0,1 Punkte gesunkene Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent und den niedrigsten Stand in einem März seit 1992. Gleichzeitig steigt die Beschäftigung in Hessen weiter. Nach den jüngsten verfügbaren Hochrechnungen gab es im Januar im Land 2,62 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs. Das waren 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, eine höhere Steigerung als im Bund (plus 2,0 Prozent) und in Westdeutschland (plus 2,1 Prozent).

Die positiven Trends dürften sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen, erklärte Direktionschef Frank Martin. Allerdings gebe es erste Hinweise, dass sich das Tempo abschwächen werde. Dazu gehörten ein geringerer Stelleneingang, weniger Zeitarbeitsverträge und stagnierende Zahlen in der Arbeitslosenversicherung. Sorgen bereitet auch eine konstant hohe Zahl an jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren, die keine Berufsausbildung haben.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen mit dem Kreis Gießen, dem Wetterau- und dem Vogelsbergkreis, ist die Frühjahrsbelebung vergleichsweise verhalten ausgefallen. 15 931 Menschen waren in den drei Landkreisen arbeitslos gemeldet. 299 weniger als im Vormonat Februar. Die Quote verharrte bei 4,4 Prozent. Im März des Vorjahres waren noch 470 Arbeitslose mehr gemeldet. Die Quote lag seinerzeit bei 4,5 Prozent.

Die Anzahl der Menschen in der Unterbeschäftigung ist weiter gesunken. Nach dem Rückgang von 166 Personen waren im März 23 141 Arbeitssuchende registriert. Ein Jahr zuvor waren noch 850 Personen mehr verzeichnet. "Der unverändert hohe Bestand an unbesetzten Arbeitsstellen bietet für viele Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten", erklärt der Leiter der Arbeitsagentur Gießen, Eckart Schäfer. Ungelernten biete man gezielte Qualifizierungen, Umschulungen und das Nachholen von Berufsabschlüssen an. Schüler könnten bei dem Übergang von der Schule in den Beruf die Unterstützung der Berufsberatung nutzen. Diese Ansätze verfolge man, um die Anzahl der Fachkräfte zu erhöhen und den Fachkräftebedarf bei Arbeitgebern zu reduzieren. "Bei diesem Marathon bedarf es des Einsatzes der Menschen auf Arbeitssuche ebenso, wie des Engagements der Betriebe und Unternehmen."

Rückgänge in heimischen Kreisen

Der nominal stärkste Rückgang bei der Arbeitslosenzahl wurde im Wetteraukreis und der prozentual stärkste im Vogelsbergkreis verzeichnet. Im Kreis Gießen waren im März 7558 Menschen erwerbslos gemeldet, 23 weniger als im Februar. Die Quote verharrte bei 5,3 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote ebenfalls bei 5,3. Damals waren 30 Menschen weniger registriert.

Im Wetteraukreis sank die Zahl der Arbeitslosen um 185 Personen auf 6209. Die Quote ging um 0,1 Prozentpunkt zurück und lag bei 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren jetzt 422 Erwerbslose weniger gemeldet. Seinerzeit lag die Quote bei 4,0 Prozent. Im Vogelsbergkreis waren 2164 Personen arbeitslos gemeldet, 91 weniger als im Februar. Die Quote sank um 0,2 auf 3,7 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 78 Erwerbslose mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 3,9 Prozent.

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