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Zünftig gekleidet sorgt das Jugendballett für Kurzweil. (Fotos: jow)

Närrisches Programm mit Hollywood und Hüttenberg

Hüttenberg (jow). Die Narren hielten am Samstagabend im Hüttenberger Bürgerhaus Einzug: Mehr als drei Stunden lang sorgten fast 100 Aktive des Karnevalvereins für ein abwechslungsreiches Programm.

Pünktlich um 20.11 Uhr ertönten die elf Glockenschläge zum Einmarsch des Elferrates. Die Wild Kids hatten gemeinsam mit Natalie Repper und Anja Schwarzer den Tanz "Zimmer aufräumen" einstudiert. Büttenredner Nico Schmidt stellte den erfolglosen Bewerber dar, der sein Glück bei verschiedenen Firmen versucht hatte. In bewährter Manier hatte die Garde unter der Leitung von Tanja Ohly ihren Tanz einstudiert. Für die zwölf jungen Damen gab es nicht nur Applaus, sondern auch Orden aus den Händen von Sitzungspräsident Timo Schmidt. Von der Hüttenberger Bühne ist Regina Engel nicht wegzudenken: Die Büttenrednerin wurde anlässlich ihres 60. Geburtstags mit einem Ständchen überrascht. Anschließend ging sie in ihrer Rolle als Wieschen auf und berichtete von allerlei komischen Begebenheiten, die sie im Laufe des Jahres in und um Hüttenberg erlebt hatte. Tanzmariechen Amelie Lepper, die von ihrer Mutter Sandra trainiert worden war, verzückte das Publikum mit ihrer Darbietung zur "Fluch der Karibik"-Melodie.

Der zweite Teil des Abends wurde mit Tanz des Jugendballetts eröffnet. Zunächst stürmten die Aktiven in Skiklamotten auf die Bühne, um dann im bayerischen Lederlook zu zeigen, wie sie Berge versetzen konnten. Als "Skilehrer" fungierten Katja Brieske, Katja Müller und Damaris Peppler. Für einen Großteil der Kostümierung war Anita Rehorn zuständig.

Auf musikalische Weise befasste sich die Gruppe Hoiergedeez mit dem (Dorf)-Leben. Dabei wurde nicht nur ein möglicher verfehlter Klassenerhalt der Handballer thematisiert, sondern auch die deutschen Großbaustellen besungen. Martin Volk erklärte, warum manche politische Entscheidung Wahnsinns-Charakter habe und was alles zur Politikverdrossenheit beitrage. Aber auch Hüttenberger Baustellen wie die in der Langgönser Straße waren Thema – in Verbindung mit der ersten Hüttenberger Mautstation.

Dass Freud und Leid nahe beieinander liegen, zeigte auch die gesangliche Reminiszenz an den verstorbenen Mitsänger Holger Achenbach. Jochen Stankewitz hatte die Lieder mit dem Frauenchor Harmonie und dem Männergesangverein Eintracht einstudiert.

Die Kleebachelfen nahmen das närrische Publikum mit auf eine Reise nach Hollywood. Dabei standen Gesangskünste ebenso im Mittelpunkt, wie artistische Glanzleistungen. Spätestens beim Auftritt von Elvis Presley war das Publikum hollywoodmäßig am Toben und erklatschte sich eine Zugabe. Bettina Allendorf hatte mit den (jungen) Männern die Show einstudiert.

Eine Strapaze für die Lachmuskeln bedeutete der gemeinsame Auftritt von Silke Peppler und Karin Schmidt als "Lissbett und Marie". Sie tauschten sich über die Probleme mit Bindegewebe aus, außerdem darüber, warum Musiker beim Geschlechtsverkehr Probleme haben und welche Gebrechen sonst noch im Alter zutage treten. Auch heimische Ärzte und Apotheker bekamen ihr Fett weg.

Das Showballett unter der Leitung von Tanja Ohly setzte den "Sandmann" in Szene, ehe zum großen Finale noch einmal alle Protagonisten auf die Bühne kamen.

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