Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche können laut hessischem Wirtschaftsministerium ab heute wieder öffnen. FOTO: DPA
+
Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche können laut hessischem Wirtschaftsministerium ab heute wieder öffnen. FOTO: DPA

Die nächste Phase beginnt

  • vonDPA
    schließen

Auch dieses Wochenende stand Hessen wieder im Zeichen des weitgehenden Kontaktverbots. Obwohl frühlingshaftes Wetter die Menschen nach draußen lockt, zieht die Polizei eine positive Bilanz. Ab heute beginnt nun die nächste Phase.

In Hessen hat die Polizei an diesem Wochenende trotz vielerorts frühlingshafter Temperaturen keine größeren Verstöße gegen das Kontaktverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie gemeldet. "Hier und da gibt es immer mal wieder eine Meldung, aber nichts Gravierendes", sagte eine Sprecherin der Frankfurter Polizei. Auch weitere Polizeidienststellen im Land zeigten sich zufrieden mit dem Verhalten der Menschen.

Geschäfte:Ab diesem Montag gelten die Lockerungen, die nach der Schalte von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten in der vergangenen Woche beschlossen worden waren. Für Hessen bedeutet das: Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche können bei strikter Anwendung der Abstands- und Hygieneregeln wieder öffnen. Auch größere Läden dürfen laut Wirtschaftsministerium öffnen, wenn die Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter reduziert wird. Für Buchhandlungen, Auto- und Fahrradhändler gilt die Größenbeschränkung nicht.

Freizeit:In der Freizeit bleibt das meiste weiter untersagt, doch Autokinos und Bibliotheken dürfen wieder öffnen. Geschlossen bleiben müssen laut Landesregierung unter anderem Beherbergungsbetriebe, Campingplätze, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, Schankwirtschaften, Gaststätten (ausgenommen Außer-Haus-Verkauf), Bordelle und Prostitutionsstätten, Fitnessstudios, Freizeitparks, Friseure, Jahrmärkte, Kinos und Freilichtkinos, Museen, Mütter- und Familienzentren, Museen, Opern, Theater, Saunas, öffentliche Schwimm- und Spaßbäder (Ausnahme: Training von Spitzen- und Profisportlern sowie zur Vorbereitung aufs Sportabi), Shisha-Bars, Spiel- und Bolzplätze, Ferienwohnungen dürfen nicht vermietet werden.

Die strengen Kontaktbeschränkungen bleiben mindestens bis zum 3. Mai bestehen.

Schulen:Schülerinnen und Schüler in Hessen müssen während der Corona-Krise nicht um ihre Versetzung bangen. "Da die Leistungsbewertung in diesem Schulhalbjahr nur eingeschränkt möglich sein wird, soll in der Regel eine Versetzung erfolgen", hatte das Kultusministerium bereits am Freitag in Wiesbaden mitgeteilt. Die Schulen seien in einem Schreiben über die Regelung informiert worden, sagte Ministeriumssprecher Stefan Löwer am Samstag. in Fällen, bei denen schon vor Schließung der Schulen die schulischen Leistungen womöglich nicht für eine Versetzung gereicht hätte, das Gespräch mit Schülern und Eltern gesucht werden, um auf die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung hinzuweisen.

Semesterstart:An der Frankfurter Universität sowie an zahlreichen weiteren Hochschulen in Hessen startet an diesem Montag der Lehrbetrieb, zunächst digital.

Zudem sollen finanziell in Not geratene Studenten unterstützt werden. Das Land Hessen hat gemeinsam mit den fünf Studierendenwerken schnelle Hilfen angekündigt. Kurzfristig stünden 250 000 Euro für die Nothilfefonds der Werke bereit, teilte das Wissenschaftsministerium mit.

Infektionen:Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen ist weiter gestiegen. Mittlerweile sind 7147 Fälle nachgewiesen worden, wie das Sozialministerium am Sonntag in Wiesbaden mitteilte (Stand: 14 Uhr). Damit waren 164 Patienten mehr als noch am Vortag erkrankt. Die Zahl der Todesfälle stieg um 17 auf 231.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare