Nachbarn retten Mann aus brennender Wohnung

Friedberg (jw). Zwei Nachbarn und ein Freund haben am Donnerstagabend einen 24-jährigen Polen aus der brennenden Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Hospitalgasse gerettet.

Friedberg (jw). Zwei Nachbarn und ein Freund haben am Donnerstagabend einen 24-jährigen Polen aus der brennenden Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Hospitalgasse gerettet. Der Mann, der zu Besuch bei seiner Mutter war, erlitt eine Rauchvergiftung und Hautabschürfungen. Auch die Retter wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, alle vier Personen konnten noch in der Nacht entlassen werden. Bei dem Brand entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 100 000 Euro.

Die Nachbarn bemerkten das Feuer gegen 23.30 Uhr. Eine Anwohnerin klingelte Sturm, die Feuerwehr wurde benachrichtigt. Zwei Hausbewohner und ein Freund drückten die Wohnungstür auf und retteten den 24-Jährigen, der ihnen kriechend entgegenkam und nicht ansprechbar war. Nach Angaben der Polizei äußerte einer der Retter: "Jeder hätte sich ähnlich verhalten." Die Wohnung brannte komplett aus. Nach ersten Ermittlungen brach das Feuer in der Küche aus, möglicherweise am Herd; die Ermittlungen dauern an. Bereits um 23.31 Uhr war die Wehr mit neun Fahrzeugen und 46 Einsatzkräften aus Friedberg und Ockstadt vor Ort, wie Stadtbrandinspektor Michael Stotzt mitteilt. Da die Mutter noch in der Wohnung vermutet wurde, ging ein Trupp unter Atemschutz hinein.

Mit einem Rauchverschluss, der an der Wohnungstür eingesetzt wurde, konnte die Rauchentwicklung im Treppenhaus eingedämmt werden, das Treppenhaus wurde mit einem Hochleistungslüfter rauchfrei gemacht. Die Feuerwehr kontrollierte auch die übrigen Wohnungen. Die Bewohner mussten aber nicht evakuiert werden. Das THW wurde zur Eigentumssicherung herangezogen. An der Einsatzstelle waren auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Michael Kinnel, mehrere Rettungswagen und Notärzte. Der Einsatz war für die Wehrleute kurz nach 1 Uhr beendet.

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