Möglicherweise weniger Suizide

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Frankfurt- Erste Zahlen deuten darauf hin, dass sich in der Corona-Pandemie möglicherweise weniger Menschen das Leben genommen haben. "In den Monaten Januar bis Juli 2020 gab es in Frankfurt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang der absoluten Zahl der Suizide um 30 Prozent", heißt es in einem Bericht des "Frankfurter Projekts zur Prävention von Suiziden mittels evidenzbasierter Maßnahmen (FRAPPE)".

Die Wissenschaftler warnen aber vor voreiligen Schlüssen. Es handle sich nur um Zahlen aus Frankfurt - bundesweite Vergleichszahlen gebe es noch nicht, sagte Projektadministration Christiane Schlang.

Für die möglicherweise gesunkene Suizidrate seien mehrere Gründe denkbar, sagte sie. "Die wahrscheinlichste Erklärung" ist für die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, dass sich in der Zeit, als das öffentliche Leben massiv eingeschränkt war, weniger Menschen in der Stadt aufhielten. Dazu kommt, dass auch weniger "Suizidmittel" zur Verfügung standen. Zum Beispiel fuhren weniger Züge und öffentliche Gebäude waren geschlossen. dpa

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