Modellprojekt für Notaufnahmen soll starten

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Frankfurt- Um die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten, beginnt ab Herbst ein Modellprojekt zur besseren Verteilung von Patienten in drei hessischen Landkreisen. Dabei sollen Krankenhäuser, Rettungsdienste und Arztpraxen zusammenarbeiten, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen und die hessische Krankenhausgesellschaft in Frankfurt mitteilten. Damit soll das Problem gelöst werden, dass auch Patienten mit weniger schweren Erkrankungen in Notaufnahmen von Kliniken kommen - und dort Kapazitäten zulasten wirklicher Notfälle binden.

Die Reform der ambulanten Notfallversorgung sei auch abseits der Corona-Pandemie eines der zentralen Strukturthemen im deutschen Gesundheitswesen, erklärten die beiden Verbände. Die Krise um das Virus habe sogar die Notwendigkeit der Reform unterstrichen: Volle Praxen und Notaufnahmen dürfe es angesichts der Ansteckungsgefahr ohnehin nicht mehr geben, sagte KV-Hessen-Vorstand Eckhard Starke.

Das Modellprojekt soll in den Landkreisen Main-Taunus, Main-Kinzig und Gießen beginnen. Zugleich soll an der Umsetzung in weiteren Kreisen gearbeitet werden. dpa

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