Ministerin übt Kritik an Schließung

Marburg/Wiesbaden (pm). "Die ursächliche Verknüpfung der geplanten Aufgabe des Botanischen Gartens durch die Universität Marburg mit dem Hochschulpakt ist falsch." Dies hob die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann am Dienstag in Wiesbaden hervor. Sie sei darüber verwundert, weil sie der Hochschulleitung wiederholt Unterstützung in der Frage einer Perspektive für die Anlage angeboten habe.

Marburg/Wiesbaden (pm). "Die ursächliche Verknüpfung der geplanten Aufgabe des Botanischen Gartens durch die Universität Marburg mit dem Hochschulpakt ist falsch." Dies hob die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann am Dienstag in Wiesbaden hervor. Sie sei darüber verwundert, weil sie der Hochschulleitung wiederholt Unterstützung in der Frage einer Perspektive für die Anlage angeboten habe. Die Antwort sei seinerzeit die Ankündigung gewesen, auslaufende Zeitverträge für Mitarbeiter des Gartens nicht mehr zu verlängern.

Die Ministerin verwies auf das Gutachten zu den Botanischen Gärten der hessischen Universitäten, das 2008 ergeben hatte, dass die Philipps-Universität ihre Sammlungen kaum für Forschung und Lehre nutze. Zugleich verlange aber die Größe der Anlage mehr Pflegeaufwand und damit höhere Personalkosten.

Wegen der angespannten Haushaltslage und der auffälligen Diskrepanz zwischen geringer Nutzung, geringem Eigeninteresse, hohen Kosten und fehlender Perspektiven sei eine Aufstockung der Mittel - 620 000 Euro außerhalb des Budgets für Forschung und Lehre - für die Universität Marburg keine Lösung, befand die Ministerin. Sie forderte von der Hochschule die Entwicklung einer anderen Perspektive etwa durch eine Trägerschaft, Flächenreduktion oder Kooperationen mit anderen Gärten, zumal wenn sie erkläre, der Marburger werde für Forschung und Lehre nicht gebraucht.

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