Millionensummen durch Vermögensabschöpfung

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Wiesbaden (dpa/lhe). Die hessische Justiz hat bei Kriminellen im Jahr 2018 deutlich mehr Vermögenswerte aus Straftaten sichergestellt als noch im Jahr zuvor. Die Summe habe sich auf rund 7,8 Millionen Euro belaufen, teilte das Wiesbadener Justizministerium mit. Im Jahr zuvor waren es knapp 4,3 Millionen Euro.

Die Höhe des Geldes hänge stark von der Zahl der jeweiligen Verfahren in einem Jahr ab, sagte ein Ministeriumssprecher. So habe das abgeschöpfte Vermögen aus Straftaten 2016 sogar bei 8,4 Millionen, ein Jahr zuvor dagegen lediglich bei etwas mehr als einer Million Euro gelegen.

Grundsätzlich werde danach vorgegangen, dass das Geld an die Opfer der Straftaten zurückgeführt werde, sagte der Sprecher. Es gebe aber auch viele Verfahren wie etwa Taten im Darknet, bei denen gar nicht mehr zugeordnet werden könne, woher das Geld kommt.

Seit Juli 2017 ist die Vermögensabschöpfung durch ein neues Bundesgesetz deutlich erweitert worden. Die neue Regelung soll dem Staat mehr Möglichkeiten geben, durch Verbrechen zusammengetragenes Vermögen zu beschlagnahmen.

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