Der Migrationspakt

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Ich habe mich gestern für diese Kolumne durch die 32 Seiten des viel diskutierten Migrationspakts durchgearbeitet. Also…naja… eher… so fast… ich hatte gerade angefangen, ihn zu lesen, da kam leider was dazwischen. So ein kratziger Hals, und ich musste erst mal zur Apotheke fahren, um mich mit den notwendigen diversen Medikamenten einzudecken. Gut, dass ich bei meinem Auto die Rückbank umklappen kann und somit alles hineinpasste. Nicht, dass ich krank werde und am Ende dann keine Kolumne schreiben kann… dachte ich gestern noch.

Ich habe mich gestern für diese Kolumne durch die 32 Seiten des viel diskutierten Migrationspakts durchgearbeitet. Also…naja… eher… so fast… ich hatte gerade angefangen, ihn zu lesen, da kam leider was dazwischen. So ein kratziger Hals, und ich musste erst mal zur Apotheke fahren, um mich mit den notwendigen diversen Medikamenten einzudecken. Gut, dass ich bei meinem Auto die Rückbank umklappen kann und somit alles hineinpasste. Nicht, dass ich krank werde und am Ende dann keine Kolumne schreiben kann… dachte ich gestern noch.

Nun denn, heute muss ich schon klar sagen: Ich habe eine Erkältung. Aber für einen Typen wie mich ist das kein großes Ding. Ich muss häufig über diese Männergrippen-Memmen schmunzeln, die sich schon beim kleinsten Schnupfen jammernd ins Bett legen. Als Selbstständiger kann ich mir so ein Gebaren gar nicht leisten. Also arbeite ich trotz dieser Erkältung – sagen wir eher – Erkältungsattacke für diese Kolumne hart weiter und kämpfe mich bereits schon auf Seite 4 des Migrations-Dokuments vor. Und das obwohl ich sicher bin: Ich habe einen Infekt. Genauer gesagt, einen starken Infekt. Ich möchte nicht übertreiben, aber ich habe den stärksten Infekt weltweit. Mit Halsschmerzen. Nein, mit unsäglichen Halsschmerzen. Zum Glück aber jammere ich nicht und rede da auch nicht groß drüber. Ich mache solche Sachen immer mit mir selber aus. Schade nur, dass ich Ihnen diese unfassbare Rötung in meinem Hals nicht zeigen kann. Ich glaube, so etwas haben Sie noch nie gesehen. Ich weiß, das würde Sie bestimmt wahnsinnig interessieren, zumal ja auch die Lymphen geschwollen sind. Aber glauben Sie mir, es ist nicht der Rede wert.

Ganz im Gegensatz zum Migrationspakt, über den gestern übrigens auch im Bundestag kontrovers…. mir läuft gerade die Nase, sorry! Wenn ich ehrlich bin, ich kann vor Schnupfen kaum laufen. Aber sei’s drum, es gibt wirklich Schlimmeres. Zum Beispiel, wenn auch noch die Nase verstopft ist, und ich wie in diesem Moment nur Luft durch ein Nasenloch bekomme. Und eins sage ich Ihnen: Wenn ich meine Mandeln noch hätte, dann wären die bestimmt entzündet. Ich spüre Ihr Mitgefühl, während ich diese Zeilen hier schreibe. Doch auch wenn es Sie bestimmt gerade drängt, mir unzählige Genesungswünsche per Mail und Post zukommen zu lassen, nehmen Sie bitte Abstand. Dies wäre zwar nachvollziehbar und mehr als gerechtfertigt, aber ich kann mit so was nicht umgehen. Bewundern Sie mich einfach nur dafür, dass ich mich trotz allem heldenhaft in der Lage sah, eine so differenzierte Kolumne über solch ein komplexes Thema wie den Migrationspakt zu schreiben. Das muss man in meinem Zustand erst mal hinkriegen. Ich hätte ja auch krankmachen können.

Dietrich Faber ist Kabarettist und Autor der Krimikomödien rund um den Vogelsberger Kommissar Henning Bröhmann. Aktuell ist er mit einer Show auf Tour. Alle Infos dazu auf: www.dietrichfaber.de.

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