Mehr Überschwemmungen

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  • Gerd Chmeliczek
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Die Zahl der Schäden aufgrund von Naturkatastrophen ist in Hessen im vergangenen Jahr zurückgegangen – die einzelnen Schäden waren aber deutlich teurer als im Vorjahr. Das ist ein Ergebnis des "Allianz-Naturkatastrophenkalenders" für das vergangene Jahr. Rund 7300 Schäden, die Sturm und Hagel, Starkregen oder Blitz als Ursache hatten, meldeten hessische Versicherte der Allianz im vergangenen Jahr. Das war fast ein Drittel weniger als im Jahr zuvor (10 900 Schäden). Gleichwohl zahlte die Allianz wegen Unwetterschäden mit rund 16,1 Millionen Euro knapp 21 Prozent mehr an ihre Kunden aus als im Vorjahr (13,3 Millionen Euro).

Die Zahl der Schäden aufgrund von Naturkatastrophen ist in Hessen im vergangenen Jahr zurückgegangen – die einzelnen Schäden waren aber deutlich teurer als im Vorjahr. Das ist ein Ergebnis des "Allianz-Naturkatastrophenkalenders" für das vergangene Jahr. Rund 7300 Schäden, die Sturm und Hagel, Starkregen oder Blitz als Ursache hatten, meldeten hessische Versicherte der Allianz im vergangenen Jahr. Das war fast ein Drittel weniger als im Jahr zuvor (10 900 Schäden). Gleichwohl zahlte die Allianz wegen Unwetterschäden mit rund 16,1 Millionen Euro knapp 21 Prozent mehr an ihre Kunden aus als im Vorjahr (13,3 Millionen Euro).

Sturm und Hagel Hauptverursacher

Der einzelne Schaden war im Durchschnitt deutlich teurer. "2016 lag die Schadenhöhe bei durchschnittlich 2192 Euro und war damit um 80 Prozent größer als im Jahr 2015", erklärt Mathias Scheuber, Schadenvorstand der Allianz Versicherungs-AG.

Wie bereits im Vorjahr waren Sturm und Hagel der Schadenverursacher Nummer eins. Von diesen Naturgewalten wurden laut Allianz 4482 (rund 61 Prozent) der in Hessen gemeldeten Schäden verursacht. Damit lag die Zahl jedoch deutlich unter dem Vorjahr: 2015 waren mit 9840 Schäden rund 91 Prozent aller in Hessen gemeldeten Schäden auf Sturm und Hagel entfallen.

Deutlich mehr Schäden als im Vorjahr wurden von Überschwemmungen durch Starkregen ausgelöst: Die Zahl der gemeldeten Schäden in Hessen lag bei 1182 und hat sich verzehnfacht. 2016 entfielen 16,1 Prozent aller Unwetterschäden auf Überschwemmungen – 2015 hatte ihr Anteil mit 114 Schäden lediglich bei rund einem Prozent gelegen. Insgesamt zahlte die Allianz an ihre hessischen Kunden wegen Hochwasserschäden knapp 5,5 Millionen Euro aus.

Mehr als die Hälfte der Unwetterschäden in Hessen entstand im Sommer. Spitzenreiter war 2016 der Juni, gefolgt von Mai und Juli. Im Gegensatz dazu blieben die Herbst- und Wintermonate ruhig. Auch der März – 2015 in Hessen aufgrund von Hagelstürmen gleich nach dem Juli der Monat mit den meisten Unwetterschäden – blieb im vergangenen Jahr in dieser Hinsicht harmlos. Auch deutschlandweit war 2016 laut Allianz ein eher schadenarmes Jahr. Die Kunden der Versicherung meldeten knapp 152 000 Schäden, die durch Naturkatastrophen entstanden. Das waren weniger als die Hälfte als im Vorjahr (305 107).

Kostensteigerung

Auch hier stiegen die Kosten für den einzelnen Schaden – auf durchschnittlich 1955 Euro (2015: 1234 Euro). 60 Prozent der Schäden waren auf Sturm und Hagel zurückzuführen, 27 Prozent auf Blitz und Überspannung und elf Prozent der Schäden auf Überschwemmungen. Im Durchschnitt waren die Überschwemmungsschäden aber besonders teuer, die Allianz zahlte an ihre Kunden dafür rund 114,4 Millionen Euro aus, das sind pro Schaden 6850 Euro.

In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres lag die Elementarschadenbilanz trotz der Unwetter "Paul" und "Rasmund" unter dem langjährigen Durchschnitt. Ihren betroffenen Kunden zahlt die Allianz für Elementarschäden voraussichtlich insgesamt 219 Millionen Euro.

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