Mehr Präsenz an markanten Punkten

Silvester ist für viele Menschen nicht nur in Hessen ein zwiespältiges Fest. Die einen freuen sich auf eine große Party, beliebte Bräuche und ein spektakuläres Feuerwerk. Die anderen ärgern sich über den Böller-Müll auf den Straßen, die Feinstaubbelastung und mögliche Übergriffe von Betrunkenen oder Kriminellen.

Silvester ist für viele Menschen nicht nur in Hessen ein zwiespältiges Fest. Die einen freuen sich auf eine große Party, beliebte Bräuche und ein spektakuläres Feuerwerk. Die anderen ärgern sich über den Böller-Müll auf den Straßen, die Feinstaubbelastung und mögliche Übergriffe von Betrunkenen oder Kriminellen.

Damit der Jahreswechsel möglichst glatt läuft, greifen die Behörden regulierend ein. Das Abbrennen von Feuerwerk ist beispielsweise nicht überall erlaubt, für Großveranstaltungen gibt es strenge Regeln. Seit den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln vor drei Jahren stehen auch in Hessen die Sicherheitskonzepte der Kommunen besonders im Fokus.

In ganz Hessen will die Polizei an belebten Plätzen mit Beamten in Zivil und in Uniform deutlich Präsenz zeigen. Wie das Innenministerium mitteilte, stehe die Polizei in engem Kontakt mit den kommunalen Ordnungsbehörden. Die Frankfurter Polizei reduziert in der Silvesternacht ihre Präsenz entlang der Feiermeile rund um den Eisernen Steg am Mainufer. Im Vorjahr sei alles ruhig geblieben, zudem gebe es keine Hinweise auf eine Gefährdung, hieß es von den Verantwortlichen von Stadt und Polizei. Besucher des Eisernen Stegs müssten auf beiden Seiten mit Zugangskontrollen rechnen.

Viele Einsätze in Osthessen erwartet

Die Polizei in Osthessen mit der größten Stadt Fulda bereitet sich auf zahlreiche Einsätze vor: »Für uns wird das sicher alles, nur keine ruhige Nacht«, sagte ein Sprecher. Man hoffe aber, dass es bei kleineren Vorfällen bleibe.

Lockerer sehen es dagegen die Kollegen vom Polizeipräsidium Südosthessen, die für die Städte Offenbach und Hanau zuständig sind: »Wie in den vergangenen Jahren rechnen wir mit einem entspannten Silvester«, sagte ein Sprecher. Es werde keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen oder Waffenverbotszonen geben.

Auch für die eigene Sicherheit der Beamten ist nach Angaben des Innenministeriums gesorgt: Hessische Polizeibeamte verfügten seit einigen Jahren über einen Impulsgehörschutz. Dieser solle das Gehör der Beamten – beispielsweise vor lauten Böllern – schützen. Auch trügen die Beamten während des Einsatzes in der Silvesternacht flammhemmende Einsatzbekleidung.

Für einen sicheren Jahreswechsel führt die Bundespolizei nach schlechten Erfahrungen aus den Vorjahren an mehreren Frankfurter Bahnhöfen Waffenverbotszonen ein. Nach Angaben der Behörden sollen vom Silvestermittag an bis zum Neujahrsmorgen um 9 Uhr am Hauptbahnhof, den S-Bahnhöfen Konstablerwache, Hauptwache, am Bahnhof Frankfurt-Höchst sowie in den zwischen diesen Haltestellen verkehrenden S-Bahnen und Zügen Waffen verboten werden. Das Verbot gilt für alle Schuss- und Schreckschusswaffen, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messer aller Art. Die Kontrollen sollen verstärkt werden.

Städte und Gemeinden verbieten in manchen Gebieten das Böllern wegen Brandgefahr komplett, teilte der hessische Städte- und Gemeindebund mit. Beispielsweise rund um Kirchen, Krankenhäuser, Altenheime und historische Bauwerke. Dazugehören nach dpa-Recherchen unter anderem der Platz um das Kurhaus in Wiesbaden, der Domplatz und die Altstadt in Fulda sowie die Altstädte von Heppenheim, Limburg, Bad Hersfeld und Marburg mit ihren engen, von Fachwerkhäusern gesäumten Gassen. »Wer dagegen verstößt, muss je nach Einzelfall mit einer Geldbuße von fünf Euro bis 50 000 Euro rechnen«, teilte die Stadt Marburg mit.

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