(Foto: Jens Wolf / Illustration)
+
(Foto: Jens Wolf / Illustration)

Mehr hessische Städte erheben eine Zweitwohnsitzsteuer

Wiesbaden (dpa/lhe) - Immer mehr größere Städte in Hessen erheben eine Steuer für Bürger mit Zweitwohnsitz. Nach Auskunft des Bundes der Steuerzahler wird die Steuer in diesem Jahr von 14 Städten erhoben, die mehr als 20 000 Einwohner zählen.

Wiesbaden und Offenbach haben die Abgabe erst 2016 neu eingeführt. Von den fünf hessischen Großstädten erhebt lediglich Frankfurt am Main die Steuer nicht. Vergangenes Jahr wurde die Zweitwohnungssteuer von 72 der insgesamt 426 hessischen Städte verlangt; die exakten Zahlen aller Kommunen für 2016 liegen noch nicht vor.

Aber nicht Jeder, der in Wiesbaden, Offenbach oder Kassel eine Zweitwohnung hat, muss die Steuer auch bezahlen. Nach Auskunft von Hartmut Schaad, Kommunalreferent des Steuerzahlerbundes, gilt sie nicht für beruflich bedingte Zweitwohnsitze von Ehegatten. Studenten könnten der Steuer zudem dadurch entgehen, dass sie ihren ersten Wohnsitz am Studienort anmelden.

Die Höhe der Steuer ist unterschiedlich und in jeder Stadt individuell geregelt. So erheben Wiesbaden und Darmstadt zehn Prozent der Jahreskaltmiete, während Offenbach 12,5 Prozent verlangt und Kassel sich mit acht Prozent begnügt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare