Zwei Arbeiter auf einer Baustelle am ehemaligen Hafen von Offenbach.
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Zwei Arbeiter auf einer Baustelle am ehemaligen Hafen von Offenbach.

Mehr Grün und Wohnansiedlungen - Offenbach stellt Masterplan vor

Attraktiver, grüner, wirtschaftlicher - so sieht Offenbachs Oberbürgermeister die Zukunft seiner Stadt. Nach einem dreiviertel Jahr Arbeit liegt jetzt der Masterplan vor.

Offenbach (dpa/lhe) - Offenbach erwartet ein Bevölkerungswachstum und reagiert darauf mit einem Masterplan. Der Stadtentwicklungsplan mit dem Titel «Für das Offenbach von morgen», der unter anderem mehr Grünflächen vorsieht, wurde am Mittwoch vorgestellt. Dem Papier zufolge sollen vorhandene Flächen für weitere Gewerbe- und Wohnansiedlungen genutzt werden. «Der Plan soll die Wachstumspotenziale im Hinblick auf das Jahr 2030 auf den Punkt bringen», sagte Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD). Die Stadt rechnet bis 2030 mit bis zu 10 000 neuen Einwohnern - derzeit sind es nach Angaben der Stadt rund 130 000. Stefan Kornmann vom Planungsbüro Albert Speer und Partner erklärte, welche

Gebiete Offenbachs als Schlüsselbereiche definiert wurden, um die Stadt attraktiver zu machen. Auf rund 110 Hektar Fläche im äußeren und inneren Stadtbereich sollen 5000 Wohneinheiten entstehen. Schon jetzt seien viele Wohnungen im Bau. «Innenstadtbereiche sollen behutsam aufgewertet werden.

» Es gebe keine Gentrifizierung - gemeint ist damit die Verdrängung sozial schwächer gestellter Gruppen. Außerdem sollen mehr Grünflächen entstehen und Radwege ausgebaut werden.

Noch wichtiger seien die gewerblichen Gestaltungsmaßnahmen, sagte Schneider. Dafür entwickelte das Planungsbüro die Neuausrichtung mehrerer brachliegender Flächen, insgesamt stehen 100 Hektar zur Verfügung. Ein Innovationscampus im Osten solle etwa «die Arbeitswelt der Zukunft abbilden», sagte Kornmann. Insgesamt müsse Offenbach mehr junge Unternehmen anlocken, wofür verschiedene Gewerbezentren geplant seien. Die sollen den Trend der «urban production», die Mischung aus Arbeit und Wohnen, miteinbeziehen.

Seit März war das Konzept zusammen mit Bürgern und Unternehmen entwickelt worden. Über die Umsetzung des Plans wird Ende Januar 2016 entschieden, finanziert werden soll er von Stadt und Investoren.

Kornmann erklärte, dass das teilweise raue Image der Stadt mit vielen Problemen der Vergangenheit angehöre. «Wir blicken nach vorne. Der Masterplan ist der Blick auf das Jahr 2030.»

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