Das Fahrrad werde als Alltagsverkehrsmittel immer beliebter, begründete Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag in Wiesbaden eine neue Initiative. FOTO: DPA
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Das Fahrrad werde als Alltagsverkehrsmittel immer beliebter, begründete Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag in Wiesbaden eine neue Initiative. FOTO: DPA

Mehr Geld für Hessens Radwege

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Wiesbaden- Der Bau von Radwegen soll in Hessen mit mehr Geld und zusätzlichem Personal für die Planung der Strecken vorangetrieben werden. Das Fahrrad werde als Alltagsverkehrsmittel immer beliebter, begründete Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag in Wiesbaden die Initiative. Um den Zustand der vielen bestehenden Radverbindungen im Land zu prüfen, würden seit diesem Jahr auch das gesamte Hauptnetz sowie die Radfernwege abgefahren, erfasst und bewertet.

Bis zum Jahr 2024 sollen nach Angaben des Ministers insgesamt 244 Millionen Euro in die Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs in Hessen investiert werden. Dabei werden in den kommenden Jahren alleine Landesmittel in Höhe von 176,5 Millionen Euro an Bau- und Fördermitteln zur Verfügung stehen.

Hinzukämen weitere 67,5 Millionen Euro an Bundesmitteln für Radwege an Bundesstraßen, die verbaut werden sollen. Zwischen 2014 und 2019 seien für den Bau von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen sowie für die Förderung der Nahmobilität in Städten und Gemeinden insgesamt 111 Millionen Euro ausgegeben worden. "Kein Radweg in Hessen scheitert an Geld", versicherte der Minister. Aber Geld alleine sei nicht entscheidend, denn die Planung eines neuen Radwegs könne unter Berücksichtigung des notwendigen Baurechts zwei bis sechs Jahre dauern.

Task Force soll eingerichtet werden

Um mehr Tempo bei der Planung zu erreichen, werde Hessen Mobil eine 18-köpfige Task Force einrichten, kündigte der Präsident der Verkehrsbehörde, Gerd Riegelhuth, an. Zudem seien zu den Radwegeprojekten, die im Rahmen der Sanierungsoffensive 2016-2022 geplant und gebaut werden, insgesamt 40 weitere Vorhaben an Landesstraßen identifiziert worden, sagte Al-Wazir.

Die Verantwortung für Radwege in Hessen liegt zum Großteil bei den Städten und Gemeinden. Für die Förderung von Projekten durch das Land sowie die Beratung der Kommunen ist Hessen Mobil der zentrale Ansprechpartner. Die Verkehrsbehörde ist außerdem für die Radwege an Bundes- und Landesstraßen zuständig. Für die Radfahrer spiele es keine Rolle, wer für den Radweg zuständig ist, sondern die Qualität.

Der Bürgermeister von Biebesheim am Rhein (Kreis Groß-Gerau), Thomas Schell (SPD), nannte als wichtiges Vorhaben in seiner Region einen Lückenschluss der Radwegeverbindung nach Pfungstadt, der nun angegangen werde. Dieser sei eines der 40 zusätzlichen Projekte. Auch die Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Offenbach, Claudia Jäger, betonte den zunehmenden Radverkehr zur Arbeit oder in Kombination mit Bus und Bahn in der Region. Eine unkomplizierte Beratung und Förderung der Radwegeprojekte sei dafür von großer Bedeutung.

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