Friedrich Merz Norbert Röttgen und Armin Laschet sitzen an einem Tisch
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Die drei bisherigen Kandidaten für den Vorsitz der CDU Deutschlands, Friedrich Merz (l-r), Norbert Röttgen und Armin Laschet

Neben Laschet, Röttgen und Merz

Unternehmer aus Marburg will CDU-Vorsitzender werden

  • Florian Dörr
    vonFlorian Dörr
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Im Januar will die Bundes-CDU bei einem digitalen Parteitag ihren neuen Chef wählen. Der Marburger Unternehmer Dr. Andreas Ritzenhoff (64) will es wissen und nach 2018 erneut versuchen, für den Parteivorsitz zu kandidieren.

Bisher waren es drei Kandidaten, die mit dem Posten des CDU-Vorsitzenden in Verbindung gebracht wurden. Nun kommt ein vierter hinzu. Neben Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen möchte es auch Andreas Ritzenhoff aus Marburg wissen. Der Unternehmer hat sich um den Parteivorsitz in der CDU beworben, um Politik und Bürger auf existenzielle Themen aufmerksam zu machen. „Leider wird kaum adressiert, dass bei uns Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, Wohlstand, innerer und äußerer Frieden bedroht sind“, sagt er in einem Interview.

CDU-Vorsitz: Laschet, Merz, Röttgen - Und nun ein Unternehmer aus Marburg

Auch von den übrigen Kandidaten fordert er klare Kante. Dabei führt er drei konkrete Punkte an: „Erstens: Europa ist instabil und alle fordern eine starke EU, weltpolitikfähig soll sie sein. Gut. Aber wie das erreicht werden soll, bleibt offen. Das Mehrheitsprinzip alleine wird nicht reichen. Wir brauchen einen konkreten Plan. Zweitens: Wie selbstverständlich reden alle von sozialer Marktwirtschaft, als wäre diese noch intakt. Sie ist es nicht. Wir haben inzwischen eine Reihe von Monopolstrukturen. Der chinesische Staat greift direkt zugunsten seiner Firmen in den Wettbewerb ein, zulasten von Arbeitsplätzen und Wohlstand. Wir müssen unsere Marktwirtschaft wieder in Ordnung bringen. Drittens: Das ungelöste Migrationsproblem belastet den inneren Frieden. Jederzeit kann ein neuer Flüchtlingsstrom entstehen. Wir brauchen konkrete Schritte zu einer menschenwürdigen und klaren Migrationspolitik. Viertens: Das extreme Aufrüsten einiger Staaten bedroht den äußeren Frieden. Dahinter steht immer ein Plan. Chinas Marine hat inzwischen die amerikanische Navy überholt und wächst jährlich um die Größe der französischen Flotte. Wir brauchen Abrüstung, nicht Aufrüstung.“

CDU-Vorsitz: Wer ist Andreas Ritzenhoff?

Wer ist Andreas Ritzenhoff aus Marburg? Der 64-Jährige ist erst zu Jahresbeginn 2018 in die hessische CDU eingetreten. Er leitet die Firma Seidel in Marburg, einen mittelständischen Hersteller von Kunststoff- und Aluminiumprodukten unter anderem für die Kosmetikbranche. 2018 bemühte sich Ritzenhoff bereits schon einmal als Außenseiter um eine Kandidatur für den CDU-Parteivorsitz. Annegret Kramp-Karrenbauer gewann die Wahl. Zuletzt bewarb sich Ritzenhoff im September 2020 um ein Direktmandat für den Deutschen Bundestag. Die Marburger CDU unterstützte jedoch den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Heck.

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