Die mittelhessische Universitätsstadt Marburg könnte bald um einen Promi-Studenten reicher sein. (Archivfoto)
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Die mittelhessische Universitätsstadt Marburg könnte bald um einen Promi-Studenten reicher sein. (Archivfoto)

Philipps-Universität Marburg

Marburg: Uni bekommt Promi-Studenten – Star kehrt zurück

Er füllt deutschlandweit Hallen und Säle, nun heißt es für ihn wohl bald wieder Fachbegriffe büffeln: Comedian Felix Lobrecht will sein Studium in Marburg wieder aufnehmen.

Marburg – Fans des Podcasts „Gemisches Hack“ kennen den Running Gag aus Dutzenden Folgen, auch in etlichen Interviews hat er es erzählt: Längst wissen also nicht „nur mehr die Wenigsten“, dass Comedian Felix Lobrecht im hessischen Marburg Politikwissenschaften studiert hat. Entgangen sein könnte einigen aber doch, dass der 32-Jährige, der 2020 als Deutschlands „Bester Komiker“ ausgezeichnet wurde, sein Studium an der altehrwürdigen Philipps-Universität nie abgeschlossen hat. Die Karriere kam dazwischen. Nun will die „Berliner Muskelmaus“, wie die Anhängerschaft Lobrecht frotzelnd nennt, ihren Abschluss nachholen – und die Marburger Studentenschaft darf sich über die Rückkehr eines echten Promis freuen.

Marburg: Vom Studenten zum Comedy-Star

Seit Felix Lobrecht sich voll auf Comedy konzentriert, hat der Neuköllner einen geradezu kometenhaften Aufstieg hingelegt. Mit „Sonne und Beton“ schrieb er einen Bestseller-Roman, seine Live-Programme „kenn ick.“ und „Hype“ füllten bundesweit Hallen und sind mittlerweile bei Netflix gelandet. Und nicht zuletzt moderiert Lobrecht gemeinsam mit Autor Tommi Schmitt beim Streaming-Riesen Spotify den Erfolgspodcast „Gemischtes Hack“, in dessen jüngster Episode „Astrazeneca3000“ er verriet, dass er sich erneut an der Marburger Uni einschreiben will. Der Brief liege schon zum Einwurf bereit.

In Marburg will Felix Lobrecht seinen Bachelor fertig machen. Dort hatte er einst angefangen, Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre (VWL) zu studieren. Erst 2016 war er an die Uni Potsdam gewechselt, um näher an seiner Heimat Berlin zu sein. Geholfen hat es wenig, nahm doch zeitgleich die Karriere mächtig an Fahrt auf. Die Corona-Pandemie bremste den ambitionierten Comedian jüngst aber ruckartig aus. Für 2021 war eigentlich eine neue Tour geplant, eine Buchverfilmung steht an. Der Lockdown der Kulturbranche machte dem Berliner allerdings einen Strich durch die Rechnung, große Projekte verzögerten sich, wann etwa Bühnenshows wieder möglich sind, hängt vom Infektionsgeschehen ab.

Marburg: Felix Lobrecht will im Sommersemester Studium wieder aufnehmen

„Jetzt im Sommersemester werde ich eh nicht arbeiten können“, erklärte Felix Lobrecht nun in seinem Podcast. Die frei gewordene Zeit will er nutzen, um sein Studium zu beenden. Er brauche „ungefähr noch ein Semester, um den Scheiß fertig zu machen.“ Motiviert habe ihn auch der Studienabschluss seiner Schwester, erklärte der Instagram-Star (903.000 Follower), der als ältestes von drei Kindern bei einem alleinerziehenden Vater aufwuchs. „Schön mit der S-Klasse nach Marburg ballern“, wie Podcast-Kollege Tommi Schmitt scherzhaft sagte, muss Lobrecht aber nicht. Wegen der Pandemie finden die Vorlesungen der Uni Marburg vorerst online statt.

Das digitale Studium sei ein „krasses Pro-Argument“ für die Studien-Rückkehr gewesen, erzählte der viel beschäftigte Bühnenmensch Lobrecht. Oder salopp formuliert: „Mich hier dreimal die Woche morgens vor den Laptop zu setzen, kostet mich doch ein Lächeln.“ Witzig sei dennoch, dass er nun in Hessen wieder umsonst zweite Klasse Bahn fahren könne. „Lollar, here we go!“, fasste er ironisch zusammen. „Richtig random“ sei, dass er für sein Studium noch ein Praktikum absolvieren müsse. Vielleicht ja bei Kevin Kühnert (SPD), wie Tommi Schmitt halb scherzhaft vorschlug?

Die Alte Uni in Marburg bietet eine malerische Kulisse. Bald auch wieder für Comedian Felix Lobrecht? Er will nach Jahren sein Studium in der mittelhessischen Stadt wieder aufnehmen.

Marburg: „Gaga-Studien-Pläne“ überraschen Podcast-Kollegen

Zu viel Druck will sich Lobrecht jedenfalls nicht machen. Die „Gaga-Studien-Pläne“ mit Marburg seien ein „Corona-Projekt“. „Aber vielleicht mache ich es ja wirklich fertig“, so der Podcaster. Studiert habe er schließlich immer gern. Und nun, da er seine Ambitionen bei „Gemischtes Hack“ öffentlich gemacht hat, darf er davon ausgehen, dass nicht nur Co-Host Schmitt ihn diese nicht wieder vergessen lassen wird – sondern auch die tausenden Zuhörerinnen und Zuhörer. (red/ag)

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