Hat Mann mit Clownsmaske Taten in Frankreich kopiert?

Hüttenberg (agl). Auch zwei Tage nach dem skurrilen Überfall mit Clownsmaske in Rechtenbach fehlten der Polizei am Mittwoch Hinweisen auf den Täter. Man erhoffe sich ein Weiterkommen durch eine weitere Vernehmung des Opfers, teilte Polizei-Pressesprecher Guido Rehr auf Nachfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung mit.

Wie berichtet, war ein 48-Jähriger am Montag um 5.55 Uhr in der Bergstraße von einem Täter überfallen worden, der eine Clownsmaske trug und sein Opfer mit einem Elektro-Schocker malträtierte. Der Überfallene wehrte sich, der Täter floh, als sich Ehefrau und Sohn des Opfers bemerkbar machten.

Der Mann soll zwischen 25 und 30 Jahre alt und komplett schwarz gekleidet gewesen sein. Weitere Merkmale: Normale Figur, Kapuze – und eben das Gesicht mit einer Maske bedeckt, die unten eventuell abgeschnitten war. Sie schimmerte weiß-silber glänzend und reichte bis zur Nase oder bedeckte diese knapp. Die Augen der Maske waren frei, weshalb eine Brille mit eckiger Fassung zu erkennen war, möglicherweise eine Hornbrille. Rehr verwies darauf, dass es sich um die Kopie einer Reihe von Taten handeln könnte, die in der jüngsten Vergangenheit in Frankreich für Angst und Schrecken sorgten: Dort ereigneten sich Überfälle mit Clownsmasken – teils mit Waffenattrappen, teils mit tatsächlicher Gewalt. Er könne nicht einschätzen, sagte Rehr, ob es sich bei dem Täter in Rechtenbach um einen Nachahmer handele, doch ermittele die Polizei auch in diese Richtung. Auffallend sei auch gewesen, dass der Überfallende kein Wort gesprochen habe. Hinweise nimmt die Polizei unter der Tel. 0 64 41/91 80 entgegen.

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