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Maler und Bildhauer Fritz Mewes verstorben

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Nidderau (pv). Der plötzliche Tod von Friedrich Mewes hat große Betroffenheit und Trauer ausgelöst.

Nidderau (pv). Der plötzliche Tod von Friedrich Mewes hat große Betroffenheit und Trauer ausgelöst. Fritz Mewes, 1931 in Berlin geboren, studierte Angewandte und Freie Kunst an der Berliner Hochschule für bildende Künste. Er arbeitete danach in eigenen Studios für Werbegrafik und in freier Mitarbeit für amerikanische Werbeagenturen, internationale Firmen und Konzerne in Deutschland.

Seit 1975 lebte Fritz Mewes mit seiner Familie im Stadtteil Eichen und führte ein eigenes Studio. Als Leistungssportler und geprüfter DLV-Lauftrainer gründete er 1975 den 1. Nidderauer Lauftreff, der sich großen Zuspruchs erfreute.

Nach Beendigung seines aktiven Berufslebens 1992 gründete er als Dozent die »Nidderauer Malkreise Fritz Mewes«, die er bis zu seinem Tod leitete. Kinder, Teenies und Erwachsene wurden von ihm in die Kunst des Zeichnens und Malens eingeführt.

Unter seiner Leitung und Organisation wurden eine Reihe von Kunstausstellungen seiner Malkreise in Nidderau und Hanau präsentiert, die viele Hundert Besucher anzogen.

Geländeinstallationen

Herausragend zu nennen seine Gemälde über zwölf Stationen und Geländeinstallationen im Rahmen der »1. Nidderauer Erdspiele« und das Großprojekt »Kunst und Umwelt« der Stadt und des Kulturrings als Start zur lokalen Agenda 21 im Jahr 1999.

Etliche Großbilder in öffentlichen Gebäuden erinnern an den Künstler Fritz Mewes. Mewes wurde 1997 Mitglied im Kulturbeirat, wo er ein engagierter Vertreter der bildenden Kunst gewesen ist. Er war bis zuletzt auch Mitglied im Vorstand des Hanauer Kulturvereins.

Als bekennender Christ setzte er sich für Frieden und Freiheit und den Erhalt der Schöpfung ein. Seine vielen Werke drücken dies aus.

Mewes erhielt 2002 den Ehrenbrief des Landes Hessen und 2009 den Kulturpreis der Stadt.

»Mit Fritz Mewes verlieren wir nicht nur einen wertvollen und liebevollen Menschen, sondern einen großartigen und in seiner Art einmaligen Künstler. Die Stadt, der Kulturbeirat und seine vielen Malfreunde trauern um ihn. In seinen Bildern wird er in unser aller Erinnerung lebendig bleiben«, so der Vorsitzende des Kulturbeirats der Stadt Nidderau, Horst Körzinger.

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