Was macht ein Redakteur im Winter?

Gießen/Bad Nauheim (bb). Wir starten unsere Serie zur kalten Jahreszeit: Was man tun kann, wenn es kalt ist, friert und wenn Schnee fällt

"Endlich richtig Winter", sagen die einen. "Wann wird’s endlich wieder Sommer?", fragen die anderen. Mit dem Wetter ist es ein bisschen so wie mit der Politik. Nie kann man es allen recht machen. Gut fahren deshalb die Pragmatiker. Sie nehmen die Dinge, wie sie kommen. Ist es kalt, ziehen sie sich warm an. Ist es heiß, kleiden sie sich luftig oder springen in einen See. Schneit es, ziehen sie den Schal am Hals enger zu. Regnet es, nehmen sie Schirm, Hut und/oder Regenjacke mit. Und gehen bei jedem Wetter raus, stapfen durch Pfützen, ziehen eine Spur durch den Schnee, lassen sich den Wind um die Nase wehen. Ihre Devise: Ist doch toll, wenn man vier Jahreszeiten hat, die für alle Wettertypen etwas zu bieten haben. Am meisten natürlich für diejenigen, die Frühling und Sommer, Herbst und Winter mögen. Sie können das gesamte Jahr genießen.

Die Politik- und Nachrichtenredakteure dieser Zeitung sind sich da im Grundsatz einig: Auch wir mögen alle vier Jahreszeiten. Aber gemeckert wird dann doch: "Ich habe kalte Hände", "wann scheint endlich wieder die Sonne", "ich kann dieses graue Wetter nicht mehr ertragen", "mir ist zu hei?, "mir ist zu kalt". Naja, vermutlich ist der größte Prozentsatz der Bevölkerung so ähnlich eingestellt: "Regen ja, aber bitte nur nachts", "Sonne ja, aber nicht zu viel", "Nebel ja, aber nicht, wenn ich fahren muss". Und so weiter...

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Frage ist doch wie meistens im Leben, was man aus den Gegebenheiten macht. Wir möchten Ihnen mit unserer Winterserie zeigen, dass man auch bei Schnee, Eis und Kälte nette, sinnvolle, spannende, lustige und nachahmenswerte Dinge tun kann. Aber nicht das, was ohnehin zum Winter gehört. Auch wenn es auf dem Foto so aussieht: Wir fahren für die Serie nicht Ski und nicht Snowboard. Wir rodeln nicht und schnallen auch die Schlittschuhe nicht andie Füße. Schnee räumen, das machen wir schon, aber wir sind keine von denen, die jedes Schneeflöckchen vom Grundstück vertreiben.

Nein, wir machen etwas anderes. Wir beschreiben häusliche und außerhäusliche Arbeiten, die wir uns immer für den Winter vornehmen, zu denen wir aber oft aus Zeitgründen gar nicht kommen. Die uns aber gut tun, wenn wir es doch schaffen, sie zu erledigen. Es sind Tätigkeiten, die gut in diese Jahreszeit passen mit ihren langen dunklen Tagen. Die man gerne entweder drinnen macht, wenn im Ofen ein Feuer brennt, der Tee in Reichweite steht – oder draußen, wenn ein Schneesturm tobt oder die Sonne die vielen Eiskristalle zum Funkeln bringt.

Was wir da so treiben, das beschreiben wir ab nächste Woche bis Anfang März in unserer Serie "Was macht ein Redakteur im Winter?". Nun, er macht Verschiedenes. Was genau, das können Sie dann an dieser Stelle lesen. Den Anfang macht die Kollegin Annette Spiller (pi). So viel kann ich schon verraten: Sie werden Gast in ihrer Küche sein und können ihr bei ihrem Tun über die Schulter schauen.

Wenn Sie uns ein wenig begleiten wollen, dann schreiben Sie uns doch, was Sie gerne und speziell nur im Winter machen. Egal, was es ist: Holz hacken, Bücher ordnen, Krippenfiguren schnitzen, Keller und Werkstatt aufräumen, Fotos sortieren, die Saat fürs Frühjahr planen oder skurrile Schneemänner bauen.

Postadresse:

Nachrichtenredaktion

Gießener/Alsfelder Allgemeine

Wetterauer Zeitung

Marburger Straße 20

35390 Gießen

Mail: politikredaktion@

giessener-allgemeine.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare