Mordprozess

Lübcke-Sohn: Unbekannter starrte uns an

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Frankfurt- Im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat gestern der älteste Sohn des CDU-Politikers vor dem Oberlandesgericht Frankfurt ausgesagt. Dabei ging es nicht nur um den Tod seines Vaters, sondern auch um eine Zufallsbegegnung 2018. Er habe mit seinem Vater vor seinem Haus gestanden und sich unterhalten, sagte Christoph Lübcke. Dabei habe er zwei Männer gesehen, die ihn und seinen Vater in den Blick genommen hätten. Sein Vater habe anschließend gefragt, was das denn gewesen sei. "Wir fühlten uns angestarrt."

Eine Woche zuvor hatte der wegen des Mordes an Lübcke angeklagte Stephan Ernst geschildert, dass er Lübcke bei einem Besuch mit dem wegen Beihilfe angeklagten Markus H. an Lübckes Wohnort mit einem "Nachbarn" vor einem Haus habe stehen sehen. Nach der Beschreibung des Gebäudes kam die Frage auf, ob es sich um das Wohnhaus des älteren Lübcke-Sohns handeln könnte.

An Ernst selbst konnte sich Carsten Lübcke gestern nicht bei der Beschreibung der Zufallsbegegnung erinnern. Ihm sei vor allem eine kleinere Person aufgefallen, die gegrinst habe. Die Beschreibung könnte durchaus an den im Gerichtssaal häufig grinsenden Markus H. erinnern. dpa

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