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Löwen, Spinnen, Krokodile

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Frankfurt - Ich schau dir in die Augen, Spinne - aber wie viele Augen hat sie eigentlich? Und wir kennen das Lied »The Eye Of The Tiger« (Das Auge des Tigers), aber wie sieht es im Ohr des Löwen aus? Solche und ähnlich brennende Fragen lassen sich im Senckenberg-Naturmuseum beantworten. Ein neues Veranstaltungsformat in der »Aha?!-Forschungswerkstatt« des Museums bietet sogar Gelegenheit, Forscherinnen und Forscher zu treffen und selbst aktiv zu werden.

So lädt der Paläontologe Mathias Wirkner bereits an diesem Samstag, 28. Januar, von 13 bis 15 Uhr ins Reich der Großkatzen ein, gibt Einblick in seine laufende Doktorarbeit und seinen Arbeitsalltag bei Senckenberg. Da geht es etwa um Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede von Löwe, Schneeleopard und Co., was man aus dem Innenohr eines Löwen erfährt und was die Backenzähne verraten.

Keine Anmeldung notwendig

Am 22. Februar, 14 bis 16 Uhr, ist dann der weithin bekannte und beliebte Spinnenforscher Peter Jäger an der Reihe. Warum seine Forschungsobjekte acht Beine und angeblich auch acht Augen haben, welche neuen Arten er entdeckt hat und was ihn daran fasziniert, kann er am besten erklären. Besucherinnen und Besucher dürfen auch Fotos von Spinnen mitbringen, gemeinsam mit Jäger Arten bestimmen und durch das Mikroskop schauen.

Am 25. Februar, 14 bis 16 Uhr, entführt Geowissenschaftler Clemens Schmitt seine Gäste auf eine »Spurensuche in den hessischen Tropen«. Das Klima vor gut 40 Millionen Jahren ist dann Thema - in einer Zeit, als in Hessen noch Krokodile lebten.

Zweimal im Monat stellen Senckenberg-Forschende in der »Aha?!«-Werkstatt ihre Themen vor, mit Liveschaltungen zu Expeditionen, Mitmachmöglichkeiten und Experimenten. »Durch unser neues Format ›Wissenschaft Live‹ können Besucherinnen und Besucher direkt in den Kontakt mit Senckenberg-Wissenschaftlern treten und die Menschen hinter der Forschung kennenlernen«, erklärt Projektleiterin Eva Roßmanith. Dabei sei besonders wichtig, dass die Teilnehmenden Fragen stellen und mitmachen können. Das Angebot richtet sich an alle Menschen im Alter ab acht Jahren und kostet die Gäste kein Geld außer den Museumseintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Thomas Stillbauer

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