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Der Obi-Baumarkt im Limburger ICE-Gebiet soll im kommenden Frühjahr eröffnen. 

Stadtentwicklung 

ICE-Gebiet in Limburg: Zwei Neueröffnungen sind geplant

Wie es mit den Platanen am Limburger Neumarkt weitergeht, ist noch offen. Es liegt zwar ein neues Gutachten vor, doch oberste Priorität hat zuerst das angekündigte Bürgerbegehren.

Limburg - Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr des Limburger Stadtparlamentes hat in seiner Sitzung im Rathaus von Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) mitgeteilt bekommen, dass dieser ein weiteres Gutachten zum Zustand der Platanen auf dem "Neumarkt" in Auftrag gegeben habe. Dieses bestätige die Erhaltenswürdigkeit der Platanen. Allerdings gibt es laut Hahn in der Einschätzung im Vergleich zum ersten Gutachten des Büros Eiko Letsch aus dem Jahre 2012 eine Abweichung. Hahn wollte aber öffentlich den Stadtverordneten noch nichts dazu sagen, solange der erste Gutachter, der seine Meinung 2019 noch einmal bekräftigte habe, hierzu nicht Stellung genommen hat. Der Magistrat wolle sich in seiner nächsten Sitzung am 24. September mit der Thematik befassen.

Limburg: Was passiert mit den Platanen am Neumarkt? 

Auf Nachfrage von FDP-Fraktionschefin Marion Schardt-Sauer sagte der Bürgermeister, dass die Kosten des neuen Gutachtens voraussichtlich in dem Rahmen liegen würden, den er selbst abzeichnen könne. Eine Rechnung liege aber noch nicht vor. Hahn sagte auch, dass das Planungsbüro beauftragt worden sei, die Planungen zur Umgestaltung des Neumarktes weiter voranzutreiben. Allerdings würden hier baulich natürlich keine Fakten geschaffen, solange der Prozess des Bürgerbegehrens nicht beendet sei.

Angelika Seip von der Bürgerinitiative zum Erhalt der Platanen erklärte gestern gegenüber dieser Zeitung, dass die Zahl der erforderlichen Unterschriften für ein Bürgerbegehren in Limburg weit übertroffen werde. Nächste Woche würden konkrete Zahlen verkündet. Es gebe mittlerweile auch eine zweite Liste für Nicht-Limburger, um zu verdeutlichen, wie vielen Menschen auch außerhalb der Stadt der Erhalt der Bäume wichtig sei. Hahn ergänzte gestern auf Nachfrage, acht Wochen seien nach der Stadtverordnetensitzung am 3. September Zeit, um die Unterschriften von mindestens 2542 Limburgern (zehn Prozent der Wahlberechtigten) zu sammeln.

Limburg: Vermarktung von ICE-Gebiet geht voran

Was die Vermarktung des ICE-Gebietes* angeht, ist die Stadt, wie der Bürgermeister erläuterte, bereits sehr weit fortgeschritten. Abschnitt A ist bereits vermarktet, die Grundstücke im Abschnitt B auch so gut wie weg. So werden nächstes Frühjahr beispielsweise der Obi-Baumarkt und die neue Zentrale von "Schäfer dein Bäcker" dort eröffnen. Gerade steht die Stadt in vielversprechenden Verhandlungen mit zwei Interessenten aus der Dienstleistungsbranche und dem Bereich medizinischer Diagnostik, die laut Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) starkes Interesse durch die günstige Erreichbarkeit des Frankfurter Flughafens vom ICE-Gebiet aus haben.

Der Limburger Verwaltungschef weiß: "Es ist auch wichtig, heimischen Unternehmen durch Anbieten von Gewerbeflächen vor Ort die Möglichkeit der Erweiterung zu geben und damit den nächsten Schritt zu gehen". Im Abschnitt 3 stehen aktuell noch elf Hektar an Gewerbeflächen als Erweiterungspotenzial zur Verfügung. Dieser Bereich sei, wie Hahn mitteilte, bereits komplett im Besitz der Stadt. Derzeit liegen bei der Verwaltung 97 Anfragen von Firmen nach Flächen im Stadtgebiet vor, wodurch die Stadt eine Million Quadratmeter Fläche versiegeln könnte, wenn sie alle Interessenten bedienen könnte. Aktuell sind sechs Ansiedlungen bereits beschlossene Sache. Bei sieben weiteren Verhandlungen steht die Stadt in weit fortgeschrittenen Gesprächen.

Mehr Lkw-Stellplätze an der A3 in Limburg gefordert 

Peter Rompf appellierte an die heimischen Landtagsabgeordneten, dass auch wieder Fahrt in die Sache Schaffung von Lkw-Standplätzen an der A 3 in Limburg kommen müsse. Rompf sagte, das Fehlen solcher Stellplätze sei ein echtes Problem. 50 bis 60 zusätzliche Plätze könnten aber hinter der Limburger Autobahnraststätte angelegt werden, wenn Hessen Mobil sich endlich bewegen würde. Hahn betonte, die Stadt sei jederzeit zu Gesprächen mit Hessen Mobil bereit. Auch der Bürgermeister hält die Schaffung der Stellplätze an der Raststelle Ost für sinnvoll. Plätze zwischen der B 8 und A 3 seien mit der Stadt nicht zu machen, erklärte er.

Erziehung im Straßenverkehr: Erstklässler erhalten speziellen Unterricht

Hahn meinte, dass die fehlenden Lkw-Stellplätze nicht nur für die Fahrer der Laster ein Problem darstellten. Die falsch abgestellten Lkw brächten auch andere Verkehrsteilnehmer in gefährliche Situationen.

Zum Offheimer Gewerbegebiet "Nördlich der Kapellenstraße" trug nach der vollständigen Vermarktung des I. Abschnitts Schardt-Sauer den Unternehmerwunsch vor, den Bereich schnell endauszubauen, da dies von den angesiedelten Unternehmen ja bereits bezahlt worden sei.

Warten auf Hessen Mobil 

Hahn entgegnete, andere hätten mit dem Endausbau länger warten müssen. Vielleicht könne man den Endausbau nächstes oder übernächstes Jahr planen. Peter Rompf sagte, "Nördlich der Kapellenstraße" gebe es aktuell eine gut ausgebaute Baustraße. Von daher sehe er in Sachen Endausbau die oberste Priorität für kommendes Jahr nicht in diesem Bereich. Dem Masterplan Mobilität 2030 stimmte der Ausschuss bei einer Gegenstimme Schardt-Sauers zu.

Die Grünen wollen, wie Fraktionsvorsitzender Dr. Sebastian Schaub ankündigte, aber noch Änderungsanträge stellen. Er hält den Plan für gut, aber nicht ausreichend. Die Grünen hätten sich darin ein paar ambitionierte Projekt gewünscht, wie Schaub sagte.  Von Robin Klöppel

Auch ein anderes Thema beschäftigt die Bürger. Steingärten verursachen in vielen Städten für Ärger. So auch im Kreis Limburg-Weilburg

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