Leichter Anstieg der Corona-Fälle

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Wiesbaden- Die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie werden sich nach Einschätzung vieler hessischer Kommunen deutlich bemerkbar machen. Rund 60 Prozent der größeren Städte im Land rechnen angesichts der Krise mit Gewerbesteuerausfällen von mindestens einem Viertel. Das teilte der Bund der Steuerzahler Hessen am Montag nach einer Befragung von Kommunen mit mehr als 20 000 Einwohnern mit. Derweil sind die Corona-Infektionen in Hessen nach Angaben des Sozialministeriums um vier auf 10 207 bestätigte Fälle gestiegen. Die Zahl der Todesfälle blieb bei 484. Die Corona-Nachrichten des Montages im Überblick:

Kommunen rechnen mit weniger Steuern: Der Bund der Steuerzahler Hessen hatte Ende Mai von 45 der 59 angefragten Städte eine Rückmeldung bekommen. Rund 13 Prozent der teilnehmenden Kommunen erwarteten laut Umfrage sogar Ausfälle bei der Gewerbesteuer von mehr als 50 Prozent. Rund ein Drittel geht von weniger als 25 Prozent Einbußen aus, eine Stadt erwartet Mehreinnahmen. Alle teilnehmenden Städte gingen außerdem davon aus, dass ihre Haushalte aus der Rückerstattung der Gebühren für Kitas und Grundschulbetreuung belastet werden. Zusätzlich erwarteten fast alle Einbußen durch fehlende Eintrittsgelder, rund zwei Drittel ein höheres Defizit beim ÖPNV durch gesunkene Fahrgastzahlen.

Hochschüler in Nöten:Hessische Studenten fühlen sich in der Corona-Krise vom Staat alleingelassen und fordern mehr finanzielle Unterstützung. Die Pandemie treffe viele besonders hart, da sie ihren Job zur Finanzierung des Studiums verloren hätten, teilten die Allgemeinen Studierendenausschüsse mit. In Wiesbaden beteiligten sich rund zwei Dutzend Menschen an bundesweiten Protesten.

Tablets für Heimbewohner:Die hessischen Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen erhalten vom Land 10 000 Tablets. Damit will die Regierung dafür sorgen, dass die Bewohner der Heime trotz der geltenden Corona-Beschränkungen mit ihren Familien und Freunden in Kontakt bleiben können. Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) übergaben nach Angaben der Staatskanzlei am Montag symbolisch die ersten Geräte. Laut Sinemus profitieren landesweit mehr als 1000 Einrichtungen mit insgesamt knapp 70 000 Bewohnern von der Aktion. Die Computer kosten den Angaben zufolge pro Stück rund 140 Euro und werden über die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. dpa

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