Lehrer-Ehepaar steht wegen Körperverletzung vor Gericht

Limburg/Greifenstein (dpa). Weil sie mehrere Schüler misshandelt haben sollen, stehen zwei ehemalige Grundschullehrer seit Mittwoch in Limburg erneut vor Gericht. Zum Auftakt der Berufungsverhandlung scheiterte ein Vermittlungsversuch des Richters. Er wollte den geschädigten Kindern eine wiederholte Aussage vor Gericht ersparen.

Limburg/Greifenstein (dpa). Weil sie mehrere Schüler misshandelt haben sollen, stehen zwei ehemalige Grundschullehrer seit Mittwoch in Limburg erneut vor Gericht. Zum Auftakt der Berufungsverhandlung scheiterte ein Vermittlungsversuch des Richters. Er wollte den geschädigten Kindern eine wiederholte Aussage vor Gericht ersparen. Im ersten Verfahren waren eine Grundschulleiterin (65) aus Greifenstein-Beilstein und ihr Kollege (63) zu Verwarnungen sowie Geldstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft bestand am Mittwoch auf dem Berufungsverfahren, weil sie eine höhere Strafe für angemessen hält.

Die Lehrer sollen von 2005 bis 2008 in mehreren Fällen Schüler der ersten und dritten Klasse geschubst und geohrfeigt haben. Im ersten Verfahren vor einem Schöffengericht in Dillenburg hatte der Staatsanwalt Strafen von je 14 000 Euro wegen Körperverletzung im Amt gefordert.

Ein mutmaßlich geschlagener Junge (14) bestätigte die Anklagevorwürfe. "Die Schulleiterin war nicht cool und hat mich geschubst, so dass ich nach hinten gefallen und zwischen zwei spitz zulaufende Tische gefallen bin", sagte der Junge. Die Schulleiterin habe ihn auch geohrfeigt. Die Mutter des Schülers sagte aus, nicht ihr Kind, sondern eine Lehrerin habe ihr zuerst von den Übergriffen an der Schule berichtet. "Ich habe meiner Mutter aus Angst nichts sofort gesagt, weil ich befürchtete, schlechtere Noten zu bekommen", sagte der 14-Jährige. Die Lehrer sind vom Schuldienst suspendiert.

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