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Das war Lahn

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Das Wappen:Das neue Wappen, in dem der rote geflügelte Gießener Löwe und der schwarze Wetzlarer Preußen-Adler verschmolzen wurden, führte zu heftigen Reaktionen der Lokalpatrioten.

Die Bevölkerung:156 000 Einwohner auf einer Fläche von 226 Quadratkilometern. Zu Lahn gehörten neben den beiden Mittelstädten Gießen und Wetzlar die Gemeinden Atzbach, Dutenhofen, Garbenheim, Hermannstein, Heuchelheim, Krofdorf-Gleiberg, Launsbach, Lützellinden, Münchholzhausen, Nauborn, Naunheim, Steindorf, Waldgirmes und Wißmar. Größter Stadtteil: Gießen, 76 000 Einwohner. Kleinster Stadtteil: Lützellinden, 1720.

Die Finanzen:Im Jahr 1979 hatte Lahn einen Haushalt mit einem Volumen von rund 400 Millionen Mark. Zu Beginn von Lahn im Jahre 1977 summierten sich die Schulden auf 670 Mio., weil die zusammengeschlossenen Kommunen kurz vor Ultimo kräftig investierten. Damit war Lahn die höchstverschuldete Stadt der Republik.

Das Parlament:Dem im März 1977 bei der Kommunalwahl gewählten ersten Stadtparlament von Lahn gehörten 71 Stadtverordnete an. Stärkste Fraktion wurde nach einem Erdrutschsieg die CDU mit 37, gefolgt von der SPD mit 26, der FWG mit fünf und der FDP mit drei Vertretern. Stadtverordnetenvorsteher wurde Wolfgang Kühle (CDU) aus Wetzlar. Aus dem Gießener Stadtparlament wird die Bezirksvertretung Gießen, ein besserer Ortsbeirat. Vorsteher dort: Zunächst Werner Thomas, später Volker Bouffier (beide CDU).

Die Oberbürgermeister:Entsprechend der Mehrheitsverhältnisse, stellte die CDU das Stadtoberhaupt. Tragik umgab den ersten OB von Lahn: Wilhelm Runtsch, gewählt am 24. Mai 1977, erlag nur wenige Wochen später mit 56 Jahrem einer Krankheit. Zu seinem Nachfolger wurde Hans Görnert gewählt, später auch OB von Gießen. Der hauptamtliche Lahn-Magistrat bestand aus fünf Personen. Bürgermeister war Dr. Sigurd Beyer (CDU).

Das Autokennzeichen:L für die neue Großstadt Lahn. Die Schilder wurden über den 1. August 1979 hinaus an Kfz-Halter im Lahn-Dill-Kreis ausgegeben. Nach der Wende ging das L auf die Sachsen-Metropole Leipzig über. Zu dieser Zeit tauchte auf mittelhessischen L-Autos der Aufkleber "L - Komme nicht aus Leipzig" auf. (mö)

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