Die "Lady in black" einte Jung und Alt im Gesang

Alsfeld (ml). Zwei echte Urgesteine der Rockgeschichte zündeten am Freitagabend ein musikalisches Feuerwerk. In der Alsfelder Hessenhalle boten Uriah Heep und Manfred Mann’s Earth Band drei Stunden beste handgemachte Rockmusik.

Alsfeld (ml). Zwei echte Urgesteine der Rockgeschichte zündeten am Freitagabend ein musikalisches Feuerwerk. In der Alsfelder Hessenhalle boten Uriah Heep und Manfred Mann’s Earth Band drei Stunden beste handgemachte Rockmusik. Mit Klassikern wie "Blinded by the light", "Mighty Quinn" oder "Lady in Black", aber zum Teil auch neuen Songs, lieferten sie eine begeisternde Show ab und zeigten eindrucksvoll, dass sie noch lange nicht zum "alten Eisen" gehören. Einziger Wermutstropfen war der geringe Besuch. Gerade mal rund 750 Zuschauer kamen nach Alsfeld. Die jedoch waren begeistert, sangen kräftig mit und sorgten so für einen mehr als gelungenen Abend.

Den Anfang an diesem Abend machten der Südafrikaner Manfred Mann und seine 1971 gegründete "Earth Band", die neben Mann am Keyboard mit dem Gitarristen Mick Rogers noch ein zweites Gründungsmitglied aufweisen kann. Bassist Steve Kinch und Drummer Jimmy Copley stießen dann nach einigen Umbesetzungen im Lauf der Jahre dazu. Ganz neu dagegen war der Sänger, der erst wenige Wochen Mitglied der "Earth Band" ist. Pete Cox, Ex-Sänger der Gruppe "Go West", wechselte sich mit Rogers ab. Neben Songs wie "Davy’s on the road again" und anderen Hits der Band spielten sie auch Songs anderer Künstler wie zum Beispiel "Dancing in the dark" von Bruce Springsteen.

Langer Applaus und Zugabe-Rufe ließen die fünf Musiker dann noch einmal auf die Bühne kommen, wo sie als Zugabe noch "Mighty Quinn" in einer besonderen Version zum Besten gaben. In die langen Instrumenten-Soli flochten sie andere bekannte Melodien wie "Smoke on the water" oder "Sex Machine" ein.

Nach einer Umbaupause folgten Uriah Heep, die im Rahmen ihrer Jubiläumstournee anlässlich des 40-jährigen Bandbestehens insgesamt sieben Mal mit der Earth Band gemeinsam auftreten. Die Gruppe um Gitarrist Mick Box, einzig verbliebenes Gründungsmitglied, benannte sich 1969 nach einer Romanfigur von Charles Dickens und feierte in vier Jahrzehnten jede Menge Erfolge.

Zum Bandgeburtstag in diesem Jahr brachte die Gruppe noch einmal ein Album heraus, für das sie neben alten Songs auch zwei neue Stücke aufnahmen. Mick Box, Sänger Bernie Shaw, Bassist Trevor Bolder, Drummer Russell Gilbrook und Keyboarder Phil Lanzon begannen ihre rund 90-minütige Show mit ein paar härteren Stücken, ehe sie dann im Lauf des Konzerts auch mal ihre "ruhigen Saiten" zeigten.

Von rockigen Nummern bis hin zu langsameren Balladen boten sie einen eindrucksvollen musikalischen Querschnitt aus den 40 Jahren Bandgeschichte.

Und die Fans dankten es ihnen mit viel Beifall. Sie gingen begeistert mit, klatschten und sangen mit zu den Hits wie "Free me", "Livin Easy" oder "July Morning". Das Publikum setzte sich zwar zum Großteil aus etwas älteren Fans zusammen, doch auch zahlreiche jüngere Rockliebhaber konnten bei den Texten mitsingen. Den Abschluss des Konzertabends bildete dann eine der bekanntesten Rockhymnen aus der Feder von Uriah Heep. "Lady in Black", mit der die Gruppe im Jahr 1971 den Durchbruch geschafft hatten, setzte einen perfekten Schlusspunkt.

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