Der Springerzug in Herbstein. ARCHIVFOTO: DPA
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Der Springerzug in Herbstein. ARCHIVFOTO: DPA

Kulturerbe Äppelwoi?

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Wiesbaden- Vier hessische Traditionen sollen in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden. Für die hessische Apfelweinkultur, die Fastnachtsbräuche der Herb-steiner Foaselt, die Technik des Tabakanbaus und der Zigarrenverarbeitung am Oberrhein und das Uhrmacherhandwerk seien Anträge gestellt worden, teilte das Wissenschaftsministerium am Mittwoch mit. "Alle vier Vorschläge haben ihre besondere Geschichte und drücken regionale Bräuche aus, die vor allem durch das Engagement von vielen Ehrenamtlichen lebendig gehalten werden", sagte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne). Der Apfelwein sei ein zentraler Bestandteil der hessischen Lebensart. Auch die Herbsteiner Foaselt versammele seit Jahrhunderten die Menschen am Rosenmontag in Herbstein im Vogelsbergkreis. Für die Aufnahme der Technik des Tabakanbaus und der Zigarrenverarbeitung am Oberrhein machen sich die Städte Lorsch und Hatzenbühl stark. Die Branche sei bis heute das wichtigste Kapitel der Unternehmensgeschichte der Städte.

Auch das Uhrmacherhandwerk hat in Hessen eine lange Geschichte. "Das Handwerk hat sich zu Beginn des 13. Jahrhunderts von den Schlossern abgespalten, wurde eigenständig und verfügt somit über eine 800 Jahre alte Tradition." Mit einer Entscheidung über die Aufnahme in die Liste des immateriellen Kulturerbes ist im Frühjahr 2021 zu rechnen. Bisher ist laut Ministerium nur der hessische Kratzputz, eine Verputztechnik, als rein hessisches immaterielles Kulturerbe gelistet. dpa

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