1. Gießener Allgemeine
  2. Hessen

Konfliktsituationen schnell erkennen und richtig reagieren

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

(gäd). Mit dem Thema Gewaltprävention beschäftigt sich der Verein »Gewaltfrei Leben« aus Stadtallendorf während des 50. Hessentags. Dabei geht es vor allem darum, wie man Konflikte schnell erkennt und richtig darauf reagiert. Dazu präsentieren die Mitglieder in den Räumen der Georg-Büchner-Schule einen Erlebnisparcours, der die Besucher an Orte des öffentlichen Lebens führt, wo sie sich mit Konfliktsituationen auseinandersetzen müssen.

(gäd). Mit dem Thema Gewaltprävention beschäftigt sich der Verein »Gewaltfrei Leben« aus Stadtallendorf während des 50. Hessentags. Dabei geht es vor allem darum, wie man Konflikte schnell erkennt und richtig darauf reagiert. Dazu präsentieren die Mitglieder in den Räumen der Georg-Büchner-Schule einen Erlebnisparcours, der die Besucher an Orte des öffentlichen Lebens führt, wo sie sich mit Konfliktsituationen auseinandersetzen müssen. Gestern hatte der Verein darüber hinaus zu einer Talkrunde eingeladen und konnte dazu den Fernsehmoderator Willi Weitzel (»Willi will’s wissen«), den Regierunspräsidenten des Regierungspräsidiums Gießen, Dr. Lars Witteck, und die Rechtsanwältin Simone Marquardt-Kierdorf, als Gäste begrüßen.

Willi Weitzel hieß die Gäste vor der Segendorf-Bühne willkommen, die sich trotz des Regens die Gesprächsrunde nicht engehen lassen wollten. Der aus Stadtallendorf stammende Moderator bezog die Zuhörer direkt in die Diskussion mit ein, indem er eingangs fragte, wer denn schon einmal Opfer von Gewalt - in welcher Form auch immer - geworden sei.

In der Runde mit Witteck und Marquardt-Kierdorf ging es unter anderem darum, welche Formen der Gewalt es gibt, wie man verhindern kann, selbst Grenzen zu überschreiten und nicht zuletzt auch darum, welche Konsequenzen man zu befürchten hat, wenn man sich für seine Taten verantworten muss. Witteck, von Haus aus Richter, erklärte den Zuhörern, dass es natürlich verschiedene Wege gebe, Gewaltdelikte zu ahnden. Als letzte Konsequenz sei dann auch die Verhängung einer Haftstrafe möglich. Rechtsanwältin Marquardt-Kierdorf wusste - sehr zu ihrem Leidwesen - von einem aktuellen Beispiel zu berichten, als nämlich beim Hessentag einige Stände mutwillig zerstört wurden, darunter auch der ihrer Kanzlei.

Wie man sich verhält, wenn man beispielsweise Zeuge eines Übergriffs wird, dass erfahren die Besucher im Erlebnisparcours »Mit allen Sinnen - Gewaltfrei Leben«. So befindet sich der Besucher in der ersten Station im Flur eines Einfamilienhauses, als plötzlich über Lautsprecher ein Streit zu hören ist, der ganz offensichtlich in einem Fall von häuslicher Gewalt mündet. Der Besucher hat nun die Möglichkeit, durch die Tür mit der Aufschrift »Schnell weg hier« oder durch die mit dem Hinweis »Notruf 110« zu gehen.

Hinter den Türen bekommt man Tipps, wie man sich in einer solchen Situation richtig verhält. Der Erlebnisparcors ist für Jugendliche ab zwölf Jahren geeignet, wie Hüsniye Sagirmahmutoglu vom Verein »Gewaltfrei Leben« erläuterte. Neben dem Thema häusliche Gewalt, werden die öffentliche und sexuelle Gewalt sowie die Themen Alkohol und Mobbing behandelt.

Der Parcours wird nach dem Hessentag in Stadtallendorf als Wanderausstellung angeboten, erste Interessenten aus Gießen und Kassel hätten sich bereits gemeldet.

Auch interessant

Kommentare