Kommentar zur Sporthalle Hüttenberg

Sicherlich ist auch die Gemeinde Hüttenberg, wie so ziemlich alle Kommunen landauf, landab zum Sparen verdammt. Die richtigen Stellen dafür zu finden, ist schwierig und umstritten. Weitgehend Einigkeit herrscht unter den Hüttenberger Gemeindevertretern jedoch darüber, dass die Halle, in der der TVH seine Heimspiele austrägt, nicht die richtige Stelle zum Sparen wäre.

Mit einem herausragenden Kraftakt haben es die Männer der 1. Mannschaft und mit ihnen die vielen ehrenamtlich im Verein Engagierten geschafft: Mindestens die nächste Saison spielt sich in der höchsten Liga Deutschlands, in der stärksten Liga der Welt ab. Dies ist gelungen mit einem vergleichsweise niedrigen Etat, zudem mit einem außerordentlich hohen Anteil von Spielern aus dem heimischen Raum und jeder Menge Ehrenamt bis in die Geschäftführertätigkeit hinein.

Vom "Hüttenberger Weg" sprach Martin Volk von der Marketing GmbH, als er die Gemeindevertreter um ein Votum für die finanzielle Unterstützung bat. Dieser Weg ist sicherlich ein steiniger, alle anderen Teams der 1. Liga sind wesentlich komfortabler ausgerüstet, um ihren jeweiligen Weg zu gehen.

Mit ihrer Art zu spielen und zu wirtschaften haben die Hüttenberger aber immer wieder bewiesen, dass die bodenständig bleiben, nachhaltig mit Geld umgehen, dass sie den Schulterschluss zwischen Sportlern und Fans, zwischen Verein und Gemeinde gerne vollziehen.

Mit dem mehrheitlichen "Ja" zu den 105 000 Euro hat die Gemeinde auch ihrerseits den Schulterschluss erneut bekräftigt und den Verein in einem entscheidenden Moment nicht im Regen stehen lassen. Die Gemeindevertreter würdigen auf diese Weise das Wirken der zahlreichen Ehrenamtlichen, die hinter dem großen Erfolg des TV Hüttenberg stehen. Und sie erkennen damit auch an, was dieser große Verein gerade in der Jugendarbeit leistet.

Hätte die Bundesliga-Mannschaft in eine Halle in Gießen oder Wetzlar ausweichen müssen, dann hätte dies dem widersprochen, was der TV Hüttenberg symbolisiert: Fans, Helfer und Sportler sind ein Team. (agl)

Hüttenberg: Mehrheit für Hallen-Investitionen Sporthalle Hüttenberg: Fragen, Kritik und deutliches "Ja"

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