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Am Gederner See wäre am Dienstag beinahe eine Dreijährige ertrunken.

Kind aus Gederner See gerettet

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Gedern (dpa/eb). Badegäste haben im Wetteraukreis einem dreijährigen Mädchen aus Sachsen-Anhalt das Leben gerettet. Das Kind trieb am Dienstagnachmittag leblos im Gederner See am Rande eines Schwimm-bereichs, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Badegäste entdeckten das Mädchen und zogen es an Land. Eine 55-jährige Urlauberin aus Hessen reanimierte das Kind. Dafür solle die Frau für die Verleihung der Hessischen Lebensrettungsmedaille vorgeschlagen werden.

Dem Hessischen Rundfunk zufolge handelt es sich bei der Retterin um eine Krankenschwester aus Langen, die den Nachmittag auf dem Campingplatz am See verbrachte. Dem Sender sagte sie: "Es war ein Riesentumult und die Leute haben nach dem Bademeister geschrien." Weiter wird sie mit den Worten zitiert: "Ich habe das Kind geschnappt, habe es auf den Boden gelegt und sofort angefangen, es zu reanimieren."

Rettungskräfte übernahmen die weitere Versorgung der Dreijährigen und brachten sie mit einem Hubschrauber in eine Klinik. Das Kind sei stabil und es gehe ihm gut, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwochvormittag. Es befindet sich noch zur weiteren Behandlung im Krankenhaus.

Wie es zu dem Notfall kommen konnte, wollen die Ermittler mithilfe von Zeugen klären. Einige Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben, haben sich bereits bei der Polizei gemeldet. "Es besteht der Verdacht, dass das Kind unbeaufsichtigt mit weiteren Kindern am See spielte." Wo sich die Eltern während des Vorfalls aufhielten, sei noch unklar, erklärte die Sprecherin. Mit Erkenntnissen dazu rechnet sie erst in den nächsten Tagen.

Zeugen sowie Helfer, die das Mädchen aus dem Wasser retteten, sollten sich bei der Polizei melden. Am Mittwoch waren den Ermittlern noch nicht alle Helfer bekannt.

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